Mäßiger Alkoholkonsum kann sich auf Gelenkrheumatismus auswirken
unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief in Täglich Gesund zum Thema Alkohol
vom 9. November 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Sie wissen, dass Alkohol vorteilhaft fürs Herz sein kann, trotz der bekannten Risiken, die von Alkohol ausgehen. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass der Konsum von Alkohol auch das Risiko für rheumatoide Arthritis senken kann.
Rheumatoide Arthritis gehört zu den Autoimmunkrankheiten, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise die Gelenke angreift. Vorwiegend ist die Rheumatoide Arthritis eine entzündliche Erkrankung, bei der die Gelenkinnenhaut (Membrana Synovalis) betroffen ist.
Dies führt zu Schwellungen, die Schmerzen und Klopfen hervorrufen, und kann schließlich in der vollständigen Zerstörung des Gelenkes münden. Frauen erkranken 2- bis 3mal häufiger an Gelenkrheumatismus als Männer. Normalerweise tritt diese entzündliche Gelenkerkrankung im Alter von 40 bis 60 Jahren auf.
Die vor kurzem in den Annals of the Rheumatic Diseases veröffentlichte Studie wertete die Daten von 3.000 Studienteilnehmern aus Schweden und Dänemark im Alter von 18 bis 70 Jahren aus. Die Hälfte der Studienteilnehmer litt an rheumatoider Arthritis, die andere Hälfte wurde per Zufallsprinzip aus der Bevölkerung als Kontrollgruppe ausgewählt. In dieser Studie wurden Daten mit denen von Personen verglichen, die keinen Alkohol trinken.
Das Ergebnis: Die Studienteilnehmer, die etwa 1 bis 2 alkoholische Getränke zu sich nahmen, konnten ihr Risiko, an rheumatoider Arthritis zu erkranken, um 40% bis 70% reduzieren.
Die Experten der Mayo Clinic mahnen dennoch zur Vorsicht, dass diese eine Studie nicht zum Anlass genommen werden sollte, plötzlich Alkohol zu konsumieren. Die Ergebnisse sind nur vorläufig, und Folgestudien müssen diese Ergebnisse erst bestätigen. Außerdem kann wegen eines Gelenkrheumatismus schon ein mäßiger Alkoholkonsum dafür sorgen, dass sich mögliche Nebenwirkungen verschlimmern, ausgelöst durch die zur Kontrolle der Krankheit nötigen Medikamente. Wenn Sie sich jedoch ab und zu ein Gläschen gönnen, so kann man dies durchaus als Teil einer gesunden Lebensweise ansehen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Tessy Reiter (09.11. 2009 18:47 Uhr):
Guten Tag! Ein sehr interessanter Artikel den Sie da geschrieben haben, leider haben Sie vergessen zu erwähnen, dass die Rheumatoide Arthritis nicht nur Gelenke, sondern auch die inneren Organe angreift. So kann es außer den Gelenkfehlstellungen mit Funktionsverlust auch zu Herzbeutelentzündung, Lungenfibrose, Entzündungen der Augen, Rheumaknoten der Haut usw. kommen. Ich denke dass es sehr wichtig wäre, auch dieses zu erwähnen, anstatt diese schreckliche Krankheit zu verharmlosen. Mit freundlichen Grüßen T. Reiter
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