Männer, aufgepasst! Es geht um Ihre Gesundheit!
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 14. Oktober 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
Lieber Leser,
wissenschaftliche Studien bestätigen immer wieder:
Männer leben im Schnitt 7 Jahre kürzer als Frauen. Das veränderte Leben des modernen Mannes und die hohen Ansprüche im Beruf, in Gesellschaft und sozialem Umfeld fordern ihren Tribut. Während vor hundert Jahren die Lebenserwartung bei Mann und Frau noch identisch war, hat sich der Unterschied bis heute drastisch vergrößert: Aktuell liegt die Lebenserwartung von Frauen bei 81 Jahren, Männer werden im Schnitt nur 74 Jahre alt.
Männer gehen wenig achtsam mit ihrem Körper um. Sie beobachten ihren Körper nicht gründlich und würden deshalb Warnzeichen leicht übersehen. Viele Männer fühlen sich kerngesund - bis sie eines Tages schwer erkranken oder gleich tot umfallen. Während Frauen sich traditionell intensiv mit ihrer Gesundheit beschäftigen, betrachten viele Männer ihren Körper als Werkzeug, das funktionieren muss - losgelöst von seelischen Einflüssen.
Männer leben ungesünder, riskanter, unkontrollierter und gehen seltener zum Arzt. Das Gesundheitsbewusstsein bei Männern nimmt zwar langsam zu. Anders als Frauen verdrängen die meisten Männer aber spürbare Signale des eigenen Körpers und suchen erst bei ernsthaften Beschwerden einen Arzt auf.
Männerärzte sind selten. Sind Männer mal krank, bekommen Sie es mit Ärzten zu tun, die von der typisch männlichen Lebensart" oft wenig verstehen. Eine geschlechtsspezifische Medizin gibt es bisher weder für Frauen - Gynäkologen sind eine Ausnahme - noch für Männer. Zwar haben sich in den letzten Jahren Männerärzte" etabliert, doch die sind rar gesät.
In der Männermedizin fehlt der präventive, ganzheitliche Ansatz. Die Männermedizin ist vor allem darauf ausgerichtet, bereits eingetretene Gesundheitsschäden zu "reparieren", viele Männerkrankheiten werden isoliert behandelt. Der ganzheitliche Ansatz fehlt zum einen in der Therapie, wo nicht ausreichend auf die geschlechtsspezifische Lebenssituation eingegangen wird. Zum anderen auch im Verständnis des Mannes als Patient. Männer haben selten ein ganzheitliches Krankheitsverständnis, sie sind stärker körperbetont und projizieren z. B. Depressionen sehr oft als Rückenschmerzen. Sie können weniger gut als Frauen auch seelische Ursachen oder Überforderung als Krankheitsauslöser benennen
FAZIT:
Eigenverantwortung und Prävention sind entscheidend. Mann" sollte anfangen, sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit zu kümmern und Gesundheitsprävention zu betreiben, um mehr Lebensqualität, Lebensfreude, geistiges, körperliches, sexuelles Wohlbefinden und Vitalität zu erreichen.
Wir bei FID Gesundheit möchten Sie dabei unterstützen und entwickeln zur Zeit einen Gesundheitsdienst speziell für Männer. Um diesen neuen Dienst auch wirklich auf Ihre Interessen abzustimmen und einen für Sie größtmöglichen Nutzen zu stiften, bitte ich Sie, an unserer kleinen Umfrage zum Thema Männer und Gesundheit" teilzunehmen.
Vielen Dank für Ihre Teilnahme
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
P.S.: Unter allen Teilnehmern an der Themenumfrage verlosen wir 33-mal das Buch Bleiben Sie gesund!" - das Buch, in dem ich die interessantesten Leserfragen aus "täglich gesund" zusammengefasst habe.