Machen Sie Ihre Haut fit für den Herbst
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 14. Oktober 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
sobald Ihre Haut von Kälte und Heizungsluft in tägliche Wechselbäder gestürzt wird, fühlt sie sich nicht mehr wohl. Sie ist hoch empfindlich und „verpetzt" Sie gern: Haben Sie Ärger im Beruf, Krach mit dem Partner, Stress mit Kindern, Nervereien mit Freunden und Nachbarn, geht Ihnen das schnell unter die Haut. Sind Ihrer Haut die klimatischen Bedingungen nicht recht, wird sie schnell trocken und spannt. Fältchen und Falten werden sichtbarer, manchmal bilden sich schuppige Stellen.
Ihre Haut ist eine komplizierte Fabrik, in der es unterschiedliche Aufgabenbereiche gibt. Sie wird aus mehreren Schichten gebildet. Die oberste besteht aus abgestorbenen Zellen, das ist die Hornschicht. In der nächsten Schicht - der Epidermis - wird der Nachschub der Hautzellen gebildet. Die hier beheimateten Melaninzellen sorgen für den wichtigen Pigmentschutz gegen Sonnenstrahlen. Dann folgt die Lederhaut. Sie ist die Nachrichtenzentrale Ihres Körpers. Auf ihr drängeln sich Sinneskörperchen, Schweiß- und Talgdrüsen. Hier finden sich viele elastische Fasern, die Ihre Haut glatt halten. Werden diese „altersschwach", entstehen Falten. Die Unterhaut darunter ist die Versorgungsstation für die beiden oberen Schichten. Damit Sie Ihre Körpertemperatur halten können, gehört zu ihr noch eine dicke Isolierschicht: das Unterhautfettgewebe. Es besteht aus Fett, das unsere inneren Organe schützt und warm hält, aus Blutgefäßen, Schweißdrüsen und Nervenenden.
Wie die Steine einer Mauer übereinander geschichtet, bilden die toten Hautzellen die äußere Barriere, die Ihr Inneres vor dem Austrocknen und vor Verletzungen schützt. Die oberste Lage löst sich einmal am Tag, die ganze Hornschicht wird in vier Wochen erneuert. An die zwei Milliarden Hautzellen bilden Sie täglich! Jede Haut entwickelt auf ihrer Oberfläche einen leicht sauren Film, der aus den Absonderungen der Hornschicht sowie der Talg- und Schweißdrüsen besteht. Das ist der sogenannte Säureschutzmantel. Er ist Ihr Schutzwall gegen Einflüsse von außen: Kälte, Wärme, Chemikalien oder Krankheitserreger. Am Zustand und an der Zusammensetzung des Säureschutzmantels orientiert sich auch die Pflege.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, was Sie für Ihre Haut jetzt tun können!
Machen Sie es besser!
Ihr Helmut Erb