Leseranfrage: Wie entsteht Krebs?

in Naturmedizin aktuell zum Thema Krebsrisiko
vom


Das ist allen Krebszellen gemein: Es handelt sich um fehlerhafte und falsch „programmierte" Zellen. Sie teilen sich unentwegt und bilden neues Gewebe, das gesunde Zellen verdrängt und deren Funktion beeinträchtigt. Wie oft sich eine gesunde Zelle teilt, welche Aufgabe sie hat, wann sie zugrunde geht und abgebaut wird, diese Informationen sind in jedem Zellkern als Erbinformation gespeichert. Das könnte man auch als Festplatte für das Lebensprinzip jeder einzelnen Zelle bezeichnen. Mit diesem Steuerungsprogramm wird die Anzahl der Zellen normalerweise konstant und gesund gehalten.


Bei jeder Zellteilung müssen diese Informationen kopiert werden, damit die Tochterzelle mit denselben Informationen versehen wird. Bei diesem Kopiervorgang, der in Ihrem Körper täglich milliardenfach abläuft, können Fehler unterlaufen. Daraus kann Krebs entstehen. Solche Krebszellen können sich überall im Körper ansiedeln. Die Entwicklung von einer gesunden Zelle zu einer entarteten Zelle ist ein sehr komplizierter Prozess, der in drei Phasen unterteilt werden kann: Eine gesunde Zelle wird durch Kopierfehler zu einer veränderten Zelle. Diese veränderte Zelle wird durch weitere Pannen zur Vorläuferzelle von Krebs. Die Vorläuferzelle wird zur bösartigen Krebszelle, die sich nun unkontrolliert vermehrt und ins Nachbargewebe eindringt. Diese Eigenschaft wird im Erbgut der Zelle verankert. Der Krebs bildet eigene Blutgefäße, um sich selbst mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Zudem kann er nun Tochtergeschwülste (Metastasen) aussenden.

Eine Krebsgeschwulst wird häufig Tumor genannt. Dieser medizinische Begriff bedeutet „Schwellung" und wird auch für andere Erkrankungen, die kein Krebs sind, verwendet. So kann hinter der Bezeichnung „Tumor" eine Entzündung oder dergleichen stecken. Das heißt: Nicht jeder vom Arzt diagnostizierte Tumor ist Krebs! Es gibt gut- (benigne) und bösartige (maligne) Tumoren. Auch hinter dem Begriff Onkologie für Krebsmedizin steht dieser Begriff, denn „onkos" bedeutet ebenfalls „Schwellung". Die Zellneubildungen (Neoplasien) werden meist nach dem Ort benannt, an dem sie auftreten - zum Beispiel werden Zellwucherungen in der Brust „Brustkrebs" und solche in der Prostata Prostatakrebs genannt.

Dieses vom menschlichen genetischen Bauplan losgelöste überschießende Zellwachstum ist nur durch eine schulmedizinische Krebstherapie zu behandeln. Doch die Krebsforschung hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht: So arbeiten Forscher heute verstärkt daran, den Prozess der Krebsentstehung auf der Zellebene zu blockieren und so das Zellwachstum zu verhindern. Einige Krebsarten gelten heute als heilbar, andere zumindest als gut kontrollierbar. 

Dennoch: Nach den neuesten Statistiken sterben leider wieder etwas mehr Menschen an einer Krebserkrankung als noch vor einigen Jahren. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte mit: Seit 2009 hat sich die Zahl der jährlichen Krebsopfer um 3.000 erhöht. Damit ist Krebs die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen. Verglichen mit anderen Ländern haben Krebspatienten bei uns nicht immer die besten Aussichten. Experten monieren, dass nicht genügend Anstrengungen unternommen werden, um die Chancen gemeinsam zu verbessern. Männer mit Prostatakrebs leben in den USA und Frauen mit Brustkrebs in Schweden länger als bei uns. Das ist insofern bedenklich als diese beiden Krebsarten zu den am häufigsten auftretenden gehören. Der häufigste Krebs bei Männern ist der Lungenkrebs, bei Frauen Brustkrebs.

Bei der Entstehung einer Krebserkrankung spielt dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg zufolge Übergewicht eine größere Rolle als bislang angenommen. Die Forscher weisen daraufhin, dass sich rund 40 Prozent aller Tumore auf vermeidbare Faktoren im Lebensstil zurückführen lassen. Zusammenhänge seien nachgewiesen bei Darm- und Nierenkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren, alle Tumore der Speiseröhre und der Gebärmutter.


von
Sylvia Schneider

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Kommentar von Volker Specht

Es ist vollkommen normal, dass bei der ungeheuer großen Anzahl von Zellteilungen täglich auch viele entartete, mutierte Zellen entstehen. Wenn das Immunsystem stark ist werden die körpereigenen Abwehrkräfte damit fertig. Sie erkennen diese Zellen und vernichten sie. Der Mensch kann sehr viel tun, um das Immunsystem zu stärken. Gesunde Ernährung, viel Bewegung, genug Schlaf und Entspannungstechniken usw.. Volker Specht

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Antwort von Lutz Diener:

Ich finde es nicht normal, dass viele entartete, mutierte Zellen entstehen, weil wir keine gesteuerten oder programmierte Maschinen sind sondern vom Geist beseelte Menschen. Ansonsten stimme ich Ihnen, in Ihrer Aussage, vollkommen zu.

Kommentar von Lutz Diener

Hallo Frau Schneider, Ich hoffe nur, Sie meinen mit der Schulmedizin zur Krebsbekämpfung nicht nur die Chemotherapie.? Es gibt viele Methoden der Gesundung und die Wege der Schöpfung sind vielfältig und unergründlich. Das ein Krebs Metastasen bilden kann mag sein, aber wie transportieren diese sich fort, da diese weder im Blut noch in der Lymphflüssigkeit nachgewiesen worden sind. Zellen sind unterschiedlich in ihrer Entstehung und Zusammensetzung und nicht miteinander kompatiebel. Woher kommen medizinische Spontanheilungen bei krebserkrankten Menschen, denen man nur noch wenige Wochen gegeben hatte. Kann eine, wie Sie sagen Speicherplatte nicht uminformiert werden? Sind Gene unveränderlich und starr? Ich bin als medialer Heiler tätig und konnte schon einige nachweisliche "Wunder" erbringen ohne, dass ich ein Wunderheiler bin. Gut ich bin anerkannter IVH-Heiler aber auch nur ein Mensch. Es gibt viele Wege die nach Rom führen und es lauern auch Gefahren der unseriösen Scharlatanerie aber es sollte nicht verallgemeinert werden, Damit tun Sie den vielen seriösen Heilern und naturheilkundlichen Ärzten unrecht und verunsichern die kranken, leidenden und hoffenden Menschen. Eines noch möchte ich denen sagen die von der so genannten bösen Krankheit betroffen sind; die Hoffnung stirbt zuletzt. Jede körperliche Beschwerde oder Unregelmäßigkeirt hat einen Informationswert und will der Seele damit etwas zum Ausdruck bringen. Erkennt man die Information kann man gegensteuern und verändern. Kein Helfer kann dies, nur der Betroffene selbst muss es tun. Dabei gilt, nur wer aufgibt hat verloren.

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Kommentar von Bernd Michael

Seit wann brauchen denn anaerobe Krebszellen Sauerstoff? Das wäre mir ganz neu. Sie ernähren sich von Zuckervergärung ohne Sauerstoff. Und dazu benötigen sie die Blutgefäße, da die Zuckervergärung eine uneffektive Art der Energiegewinnung ist. Das jedoch nur nebenbei. Viel wichtiger ist die bereits niedergeschriebene Feststellung, dass Krebszellen in jedem Körper täglich natürlich entstehen, auch in gesunden. Es ist also nicht "die Frage", wie Krebs entsteht, sondern warum dem Körper die natürlichen Abwehrmechanismen verloren gehen. Erst dann kann sich aus einer einzelnen Krebszelle ein gefährlicher Tumor entwickeln. Das Immunsystem ist normalerweise in der Lage, diese Zellen als körperfremd zu erkennen und anzugreifen (z.B. Makrophagen). Dazu bedarf es aber einiger Voraussetzungen: ein intaktes und kräftiges Immunsystem, eine funktionierende Bauchspeicheldrüse mit ihrem Protein verdauenden Enzym Trypsin (beseitigt die tarnende Eiweißhülle um Krebszellen, auch Papain-Papaya und Bromelain-Ananas), Aufnahme von Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen über die Nahrung (selektive Zerstörung von Krebszellen, z.B. zyanogene Glykoside und pflanzliche Abwehrstoffe - Phytoalexine); (Unterbindung der Kollagenverdauung durch wandernde Krebszellen/Metastasen) u.a. Genau diese Mittel sind in der Lage, auch einen Tumor ohne Strahlen und Chemo nebenwirkungsfrei zu beseitigen. Genau die chronische Unterversorgung an Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sowie die permanente Übersäuerung des Körpers ist die eigentliche Ursache, warum die Abwehrmechanismen des Körpers versagen. Unsere tägliche Nahrung hat viel zu viele tierische und raffinierte Bestandteile, die sauer machen. Die viel zu geringen Mengen an vegetarischer naturbelassener Nahrung sind die Ursache für den Mikronährstoffmangel. Wenn ich all diese natürlichen Komponenten über eine gesunde, überwiegend vegetarische und naturbelassene Ernährung (auch Supplemente) optimiere, kann man den Krebs auch ohne Chemo und Strahlen besiegen bzw. ihn wirkungsvoll vorbeugen.

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Antwort von Lutz Diener:

Für Bern Michael: Danke !!!