Leseranfrage: Was ist eine interstitielle Zystitius?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 28. September 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
hinter der Interstitielle Zystitis (IC) steckt eine chronische, nicht bakterielle Entzündung der Blasenwand. Man geht davon aus, dass die Schutzhaut der Schleimhaut in der Blase durchlässiger ist. Dann können Bestandteile aus dem Urin, die der Körper eigentlich loswerde möchte, in die Blasenwand eindringen. Das Gewebe wird gereizt, und es bilden sich Ödeme und Schwellungen, die eine Entzündung auslösen. Die Ursache des Leidens ist bislang noch unbekannt. Der Krankheitsbeginn liegt um das 40. Lebensjahr herum. Die Beschwerden sind vielfältig und schwer einzuordnen.
Etwa 90 Prozent der von der Interstitielle Zystitis (IC) Betroffenen sind Frauen. Nach vorsichtigen Schätzungen leiden etwa 400.000 Frauen in Deutschland daran. Es können jedoch auch wesentlich mehr sein, da die IC meistens falsch oder gar nicht diagnostiziert wird. Im Durchschnitt laufen die Betroffenen etliche Jahre von Pontius zu Pilatus. Selbst Urologen diagnostizieren das Leiden viel zu spät. Bei den Hausärzten und Gynäkologen sieht es noch schlechter aus.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Sigrid Bieger (28.09. 2010 09:36 Uhr):
Liebe Frau Schneider, zuerst mal danke für Ihre vielen informativen Beiträge. Zu diesem Beitrag kann ich nur eines weitergeben, da die Schulmedizin ja da scheinbar auch wieder nur stumpfe Waffen allenfalls Antibiotikum hat, geben Sie den betroffenen Betroffenen den Tipp, zu einem Klassischen Homöopathen Arzt oder HP zu gehen. Diese suchen ihr Mittel nach den individuellen Symptomen aus und nicht nach dem diagnostizierten Namen einer Krankheit. Vielleicht kann ich mit dieser Info denen helfen, die darunter leiden und keine wirkliche Hilfe bisher erfahren haben. Liebe Grüße Sigrid Bieger
Antworten - Kommentar von Jürgen Scheit (28.09. 2010 18:43 Uhr):
Liebe Frau Schneider, als ehemaliger Betroffener hier meine Erfahrungen zum Ursachenumfeld einer IC, welche auch insbesondere für Frauen und behandelnde Urologen/innen interessant sein dürften: Während meiner 14-monatigen beruflichen Tätigkeit 1979/80 in Venezuela mußte ich einen Urologen aufsuchen, weil ich Symptome einer Harnwege-Entzündung hatte, die ich selbst zunächst als mögliche Tripper-Infektion deutete und daher recht besorgt war. Der lokale Urologe, mit Medizin-Studium in USA, war mit dieser Art Krankheit offenbar ziemlich vertraut und stellte bei der ersten Untersuchung schnell fest, dass es sich um eine klassische IC handelt, von der besonders Europäer und darunter meist Frauen recht häufig betroffen sind; darunter übrigens auch einige deutsche Frauen damaliger Arbeitskollegen in Venezuela. Immer wieder festzustellender Hintergrund der fast schon grassierenden IC: Der ständige Wechsel zwischen dem für Mitteleuropäer ungewohnten feucht-heißen Tropenklima im Außenbereich und den leider meist übertrieben stark klimatisierten, d.h. unterkühlten Räumen in Hotels, Wohnungen, Büros, Arbeitsräumen und besonders Autos. Somit also das Problem einer speziellen Art von Erkältung oder häufig wechselnden starken Unterkühlung, die bekannterweise bevorzugt die Blase eher bei Frauen, sowie die Nieren eher bei Männern angreift. Als damals klassische Behandlung wurden an 3 Tagen hintereinander jeweils eine Blasenspülung mit einer antibakteriellen rotfarbenen Flüssigkeit über die Harnröhre durchgeführt, und als Nachbehandlung noch über ca. 14 Tage ein Breitband-Antibakterium in Tablettenform. Danach war die Angelegenheit erfolgreich überstanden. Aus heutiger Sicht, mit naturheilkundlichem Wissen, kann ich nur dringend - zumindest als Begleitmaßnahme - empfehlen: absolut keine entzündungsfördernde Eiweißnahrung wie Fleisch/Fisch und insbesondere Milch, keine Zucker-haltigen Getränke, Gebäck oder sonsige Zuckersachen Bakterien wachsen bekanntlich gut in einer Zucker-Nährlösung!!!, dagegen überwiegend sonnengereifte Früchte, auch heimische, sowie sanft gedünstetes, nicht klinisch tot gekochtes!!! Gemüse. Merke: Nicht das Bakterium ist das Problem, sondern das betreffende Milieu, späte Einsicht von Louis Pasteur auf seinem Sterbebett und damit Anerkennung der naturwissenschaftlich korrekten Forschungserkenntnisse seines zeitgenössischen Konkurrenten Prof. Béchamp, welche die Schulmedizin aber bis heute leider mißachtet mit sichtlich fatalen Folgen. Dipl.-Ing. J. Scheit
Antworten