Musiktherapie gilt als eine spezielle Form der Psychotherapie. Mit der gezielten Anwendung von Musik kann bei Kindern und Erwachsenen über die Psyche bei etlichen Krankheiten und Störungen der Gesundungs- oder Heilungsprozess positiv beeinflusst werden.
Entsprechend vielfältig sind die Einsatzgebiete der Musik als Therapie. Sie hilft bei:
Tinnitus und Ohrgeräuschen
allen Hirnschädigungen - etwa nach einem Schlaganfall
Schwerstbehinderungen
psychischen Erkrankungen wie Ängsten, Zwängen und Depressionen
Überlastungssymptomen Migräne und chronischen Kopfschmerzen psychosomatischen und psychiatrischen Krankheiten, dementen älteren Menschen der Begleitung von Wachkoma- und Komapatienten Entwicklungsstörungen bei Kindern Behinderungen bei Kindern und Frühgeborenen
Man unterscheidet man die rezeptive und die aktive Form der Musiktherapie:
Bei der aktiven Form machen Sie selbst Musik - entweder als Begleitung des Therapeuten, der meist am Klavier sitzt, oder allein beziehungsweise mit der Gruppe mit Gesang oder Instrumenten. Wichtig ist, dass hierbei kein Leistungsdruck besteht. Und besonders toll klingen muss es auch nicht. Wichtig ist, dass es keine vorgegeben Musik gespielt wird, sondern Sie improvisieren können. Denn dabei sollen ihre unbewussten Schichten angesprochen und hinterher bewusst gemacht werden.
Bei der rezeptiven Musiktherapie bekommen Sie Musik zu hören - entweder um sich bei einem operativen Eingriff abzulenken oder um anschließend mit dem Therapeuten über Ihre Gefühle zu sprechen.