Leseranfrage: So werden Sie Ihr Ohrenschmalz los
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 21. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
Meine Ohren kleben oft einfach zu, und dann höre ich nichts mehr. Man liest ja immer wieder, dass man sich keinesfalls mit einem Wattestäbchen die Ohren ausputzen soll. Es besteht die Gefahr, dass das Trommelfell verletzt wird, heißt es. Was aber dann? - Das fragte mich Leser Rolf dieser Tage.
Ihre Ohren bilden Ohrenschmalz, medizinisch Cerumen genannt. Es entsteht in vielen kleinen Drüsen und ist eine prima Sache. Denn es schützt Ihre Ohren vor Entzündungen, reinigt sie und hält sie geschmeidig. Durch feine Bewegungen wird das Cerumen langsam in Richtung Ohrenausgang geschoben. Das passiert beispielsweise beim Kauen, Sprechen oder Schlucken. Auf dem Weg zur Ohrmuschel nimmt die gelbliche Masse abgeschilferte Hautpartikelchen, abgebrochene Sinneshärchen, Staub- und Schmutzteilchen auf und transportiert diese an die frische Luft. Um diese zu entfernen, müssen Sie nur ab und an Ihre Ohrmuschel säubern. Das ergibt sich meist beim Haarewaschen, wenn Ihre Ohren nass werden und Sie diese vorsichtig wieder trockenlegen. Das geht am besten mit einem weichen Hand- oder Kosmetiktuch.
Wollen Sie Ihre Ohren reinigen, nehmen Sie einen mit lauwarmen Wasser durchfeuchteten Waschlappen ohne Seife und wischen die Ohrmuschel vorsichtig aus. Danach ebenso sanft abtrocknen. Allzu häufig sollten Sie das nicht machen, denn dabei trocknet die Haut schnell aus und wird gereizt. Dadurch kann die Bildung von Ohrenschmalz angeregt werden und Ihr Ohr beginnt zu jucken.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Resch (21.05. 2010 06:39 Uhr):
Guten Tag, da mir die normalen Q-Tips zu dick sind, wickele ich seit ca. 35 Jahren Watte um ein dünnes Stückchen Holz Schaschlickstäbchen, Zahnstocher mit abgeknipsten Ende. Vorteil zu den kaufbaren ist, daß ich die Watte ganz individuell anpassen kann.
Antworten - Kommentar von Anna Salchner (21.05. 2010 21:01 Uhr):
Leser Rolf schreibt unter anderem, man soll ja nicht mit einem Wattestäbchen herumboren. Ich tue es - obwohl es schmerzt -, weil mein Ohrenschmalz sich leider auch nicht von alleine rausbewegt - ich habe insgesamt im Kopfraum Trockenheit, so dass sich auch in Nase und Nebenhöhlen sowie Kehlkopf was anlegt -. Und die Ohrmuschel wische ich feucht aus. Als ich auf Grund einer Verkühlung zum Ohrenarzt ging, fuhr mich dieser an, warum ich das Schmalz nicht entferne, und als ich meinte, dass ich es tue, aber wenn es schmerzt, soll man nicht weiter bohren. Er nannte mir keine Altenative zum Wattestäbchen. Es tut wirklich weh, wenn es zu tief geht.
Antworten - Kommentar von brigitte otto (26.05. 2010 19:25 Uhr):
Auch ich habe seit vielen Jahren Probleme mit meinen zu engen Gehörgängen .Verstopft, nicht hören, Entzündungen, Ekzeme nach eigenen Reinigungsversuchen. Jetzt habe ich einen netten und verständnisvollen HNO-Arzt, der mir mindestens ein mal im Quartal die Ohren reinigt, aber nicht spült. Wasser ist verboten.Drum nehme ich beim Haarewaschen immer Watte zum Schutz.Von Eigenmanipulation wird mir dringend abgeraten! Nun habe ich endlich Ruhe. Mfg. Brigitte
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