Leseranfrage: So bekämpfen Sie Ihre Ohrgeräusche

in Naturmedizin aktuell
vom


was eine Retraining-Therapie ist, will Leserin Annett von mir wissen. Dazu muss ich etwas ausholen: Tinnitus ist eine Diagnose, die immer häufiger gestellt wird. Überlastung und Stress führen zu den anhaltenden Geräuschen im Ohr. Diese wiederum werden zum Dauerstress für die Betroffenen. Die Abhilfe ist mühsam und erfordert Ihre ganze Aufmerksamkeit. Denn Sie müssen lernen, die störenden Geräusche einfach zu überhören.



Ohrensausen kennt jeder. Doch ein Tinnitus ist anders:  Plötzlich rauscht, klingelt, zischt, knarrt, pfeift und summt es im Ohr - mal im Hochton, mal im Tieftonbereich. Was die Betroffenen vor allem zur Verzweiflung treibt: Dieses interne Pfeif- und Hupkonzert hört gar nicht mehr auf, nicht mal im Schlaf. Diese Tatsache kann einen Menschen so peinigen, dass er in Depressionen verfällt und Selbstmordgedanken hegt. „Die ständigen Ohrgeräusche sind nicht nur peinigend, sie sind zermürbend", berichtete mir Leserin Marion kürzlich. Sie plagt sich seit fünf Jahren damit herum.

Der Quälgeist im Ohr wird nur vom Betroffenen selbst gehört, was vor allem zu Verständigungsproblemen mit der Umwelt führt. Denn diese hält den Tinnitus nicht selten für eingebildet. Er kann jedoch unterschiedlichste Auslöser haben. Stress ist nur einer davon. Noch häufiger sind:

  • ein Hörsturz
  • Erkrankungen der Halswirbelsäule
  • Lärmschäden und Knalltraumata
  • Rauchen
  • Durchblutungsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Diabetes mellitus
  • Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenleiden
  • bestimmte Medikamente 
  • Kieferfehlstellungen
  • die Schwindelerkrankung Morbus Menière
  • Gehörgangsverstopfung durch Ohrenschmalz
  • Herumstochern im Ohr mit Ohrenstäbchen

Die meisten dieser Ursachen führen zu einem akuten Sauerstoffmangel im Ohr. Dadurch können sich die winzigen Adern verkrampfen oder das Blut verdickt sich und fließt zu langsam. Die Haarzellen im so genannten Cortischen Organ werden geschädigt. Das führt zu Ohrgeräuschen, einem Druckgefühl und stark gedämpftem Hören. Nach drei Monaten spricht die HNO-Medizin von chronischen Ohrgeräuschen, medizinisch Tinnitus.

Bleiben Sie natürlich gesund!

Ihre Sylvia Schneider



von
Sylvia Schneider

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Kommentar von Bernd Zielinski

Sehr geehrte Frau Schneider; im Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall hat mich auch der Tinnitus eingeholt. Eine Behandlung im Tinnitus-Zentrum in Dresden hat mir aufgezeigt, wie man nach der Jacobsen-Methode entspannt und versucht den Tinnitus zu ignorieren. Den richtigen Durchbruch allerdings hat es nicht gebracht. Ich war immer so entspannt, daß ich einschlief und somit nicht alle Übungen mitmachte. Eine bessere Möglichkeit war die Akupunktur. Auch wenn der Tinnitus noch nicht ganz weg ist, so ist er nach der Akupunkturbehandlung, 10 Behandlungen sehr weit abgeschwächt bis auf manche Tage wo der Tinnitus überhaupt nicht mehr zu hören ist. Mit freundlichen Grüßen Bernd Zielinski

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Antwort von hannes lang:

Mensch Bernie du und deine krankheiten! Hypochonder?

Kommentar von Petra Forde

Leider habe ich schon desöfteren in Ihren Berichten die Empfehlung für die Magnet-Resonanz-Therapie vermißt, die ganzheitlich auf den Körper wirkt und auch speziell beim Tinnitus gute bis sehr gute Erfolge zeigt. Diese Therapie wird sowohl von der Dt. Tinnitus-Liga wie auch bereits von vielen HNO-Ärzten empfohlen. Schade, daß sich Ihre Redaktionsmitarbeiter über die Therapiemöglichkeit noch nicht informiert haben und weiterbilden. Ärzte und HP können Ihnen genannt werden, um evtl. Interessenten dorthin zu verweisen. MFG Forde

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Kommentar von keim

Brummton u. TINNITUS sind auch möglich durch MIKROWELLEN des HANDYS Prof. Bernhard, ehemaliger Leiter des Bundesamtes für Strahlenschutz hat bereits vor Jahrzehnten erforscht : Mikrowellen kann man hören. Erklärung: Durch Mikrowellen wird im Innenohr durch die Wärmestrahlen eine Druckwelle ausgelöst, die zu Ohrgeräuschen führen kann. Ein Prof. einer Frankfurter Privat-Ohrenklinik hat seine Patienten das Handy als Versuch verboten. Der Erfolg reichte bis zu zig-Prozent Besserung der Beschwerden.

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Kommentar von Horst Küver

dass Tinnitus auch im Schlaf vernommen wird, kann ich nicht bestätigen. Ich habe seit 30 Jahren Tinnitus. Wenn ich morgens aufwache, denke ich, schade, es war so schön ruhig. Ich hätte endlos weiterschlafen können.

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Kommentar von Helga vanselow

Bei diesen interessanten Beiträgen möchte ich auch mal etwas schreiben. Mich stört mein Tinitus nicht. Ich habe mich in den vielen Jahren an die Geräusche gewönt. Nur meine Schwerhörigkeit ist nicht angenehm. Ständig muß ich bei Gesprächen nachfragen. Zwei verschiedene HNO-Ärzte haben mir nach Untersuchungen gesagt, es wäre Otosklerose und müßte operiert werden. Ist dies unumgänglich? Oder würde auch alternative Methode helfen? Ich würde mich über eine Antwort freuen und bedanke mich im voraus. Mit freundlichen Grüßen Helga Vanselow

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