Leseranfrage: Muss ein Leistenbruch operiert werden?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Leistenbruch
vom 21. Juni 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
die Leistenregion ist eine Schwachstelle - insbesondere wenn im Alter die Elastizität des Gewebes nachlässt. Die Bauchwand wird ständig allein dadurch belastet, dass der Mensch aufrecht geht. Bei Frauen kommen noch die Dehnungen durch Schwangerschaften und Geburten hinzu. Irgendwann können sich dann Bruchstellen zeigen, durch die Organe aus dem Bauchraum - etwa Darmschlingen - nach außen treten können. Das ist meist auch durch die Bauchdecke hindurch erkennbar. Wer unter chronischem Husten leidet, übergewichtig ist, schwer hebt oder tragen muss beziehungsweise bei Verstopfung stark presst, baut über längere Zeit einen hohen Druck im Bauchraum auf und hat ein erhöhtes Risiko für einen Leistenbruch. Das gilt im Übrigen auch für Sportler.
Ein Leistenbruch heilt nicht mehr aus, deshalb kann ein Bruchband, wie es früher verwendet wurde, nicht viel ausrichten. Damals tat es seine Schuldigkeit, weil es noch nicht so effektive Operationen wie heute gab. Da sich ein Leistenbruch mit der Zeit verstärkt, wird heute fast immer zur Operation geraten. Lesen Sie im nächsten Beitrag, wie der Eingriff heute vorgenommen wird.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Heinz Dücker (21.06. 2011 22:46 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, kann ein bestehender Nabelbruch später Beschwerden verursachen und wie wird ein Nabelbruch operiert? MfG Heinz Dücker
Antworten