Leseranfrage: Kann ich trotz Rheuma ins Sportstudio?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Rheuma
vom 10. November 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises betreffen auch immer mehr jüngere Menschen. Denen ist die verordnete Krankengymnastik oft zu langweilig und zu spießig. Sie möchten sich deshalb lieber auf andere Art beweglich halten. Sport und Bewegung sind außerordentlich wichtig, um die erkrankten Gelenke zu schmieren. Und im Prinzip spricht auch nichts dagegen, dass Sie als Rheumatiker ins Fitnessstudio gehen, um dort Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer zu trainieren. Sie sollten dazu zunächst jedoch mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Rheumatologe Prof. Uwe Lange von der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim empfiehlt, dass Menschen mit entzündlichen Gelenkerkrankungen sich um einen Fitnesstrainer bemühen sollten, der über medizinische Kenntnisse in Sachen Rheuma verfügt. Das ist leider in den herkömmlichen Fitnessstudios nicht der Fall. Suchen Sie daher lieber spezielle Bewegungskurse in einer Rheuma- oder Reha-Klinik beziehungsweise in einer ausgewiesenen Rheumapraxis in Ihrer Nähe. Denn zunächst sollten Ihre individuelle Belastbarkeit und Beweglichkeit festgestellt und ein gelenkschonendes, an Ihr Krankheitsstadium angepasstes Trainingsprogramm aufgestellt werden. Sonst sind Ihre Gelenke einer zusätzlichen Gefahr ausgesetzt. Ihr Ziel muss es sein, dass Sie im Alltag trotz der Beeinträchtigung wieder besser zurechtkommen.