Lernen Sie, Ihren Atem gezielt fließen zu lassen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 12.02.2008 06:00 Uhr
GNL5356
Atemübungen helfen Ihnen, Ihre Energie bewusst zirkulieren zu lassen und unerwünschte Blockaden im Körper aufzulösen. Damit können Sie direkt auf Ihre Stimmung einwirken und ihre Lebensfreude wecken. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen und Ihrer Gesundheit das noch nicht ausreicht, sollten Sie eine professionelle Atemtherapie in Betracht ziehen. Sie wird empfohlen bei allen Atemfunktionsstörungen, Erschöpfungszuständen, Angst- und Panikzuständen, Depressionen, extremen Stimmungsschwankungen, starken Verspannungen und Verkrampfungen. Eine solche Therapie umfasst zehn bis 20 Stunden. Sie wird von ausgebildeten Atemtherapeuten vorgenommen. Die Therapie müssen Sie meist aus eigener Tasche bezahlen.
Nach Erkrankungen wie Schlaganfällen, Kehlkopfleiden und Operationen im Rachen-Lungen-Bereich gehört die Atemtherapie zum Standardprogramm. Dann werden auch die Kosten von den Krankenkassen übernommen – vorausgesetzt, die Therapie wird von Logopäden oder Physiotherapeuten vorgenommen, sofern diese zusätzlich als Atemtherapeuten ausgebildet sind. Atemtherapeuten ohne einen zusätzlichen abgeschlossenen Heilberuf dürfen nicht mit den Kassen abrechnen.
Lassen Sie Ihren Atem in den Bauchraum fließen
- Stellen Sie sich gerade hin, strecken Sie die Arme nach oben. Dabei atmen Sie tief in den Bauch ein. Beim Ausatmen lassen Sie die Arme locker zur Seite fallen und entlassen den Atem mit einem herzhaften “ho” aus Ihrem Körper. Wenn Ihnen das mehr liegt, dürfen Sie auch stöhnen, seufzen oder andere Töne von sich geben.
- Setzen Sie sich entspannt auf einen Hocker und lenken Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Hände, die locker auf Ihren Oberschenkeln liegen. Die Ausgangshaltung Ihrer Hände ist eine lockere Faust, Ihre Hände öffnen und schließen sich im Rhythmus Ihres ruhigen Atems. Beim Einatmen öffnen Sie die Hand, dehnen die Finger und strecken den Handteller, beim Ausatmen wird die Hand wieder weich und schließt sich ganz entspannt.
- Sie sitzen weiterhin auf dem Hocker, tragen nun aber in Gedanken einen kleinen Ball vor dem Bauch. Diesen heben Sie nun mit angewinkelten Armen auf Ihren geöffneten Handflächen nach oben, dabei atmen Sie tief ein. Senken Sie beim Ausatmen den Ball wieder. Dabei kehren Sie die Handflächen nach unten, als wollten Sie den Ball aufprellen lassen. Heben und senken Sie den Ball weiter im Atemrhythmus.