Lebensmittel: Es geht auch ohne Zusatzstoffe
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Zusatzstoffe
vom 17. Juli 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
unsere Diskussion über die Zusatzstoffe hat Sie sichtlich bewegt. Und es scheint mir, dass wir uns in der Beurteilung recht einig sind. Gutachter kommen hingegen bei der Bewertung der gesundheitlichen Risiken oft zu unterschiedlichen Ergebnissen. Viele Gutachten sind nicht neutral, weil sie von der Industrie bezahlt werden. Unabhängige Studien sind wie auch in der Medizin immer eine Frage des Geldes, und das fehlt fast immer. Ihre Devise sollte deshalb sein: So wenig Zusatzstoffe wie möglich! Ich sage Ihnen aus eigener Erfahrung: Das geht ohne große Probleme! Sehen Sie selbst:
- Bereiten Sie Ihre Speisen möglichst selbst frisch zu, anstatt auf vorgefertigte Produkte zurückzugreifen - mischen Sie sich beispielsweise Ihre Salatsaucen selbst anstatt fertige zu nehmen. Das gilt auch für Tüten-Salatsaucen oder andere Fertigprodukte.
- Kaufen Sie kritisch ein und studieren Sie immer die Zutatenliste auf einem Produkt.
- Überprüfen Sie auch bei bewährten Lebensmitteln immer wieder mal die Angaben auf der Verpackung, denn die Rezepturen können sich ändern.
- Lassen Sie Produkte mit stark verarbeiteten Rohstoffen im Regal stehen und greifen Sie lieber zu den natürlicheren Alternativen - wie etwa Naturjoghurt ohne Bindemittel und Konservierungsstoffe, Fruchtsaft statt Nektar beziehungsweise Limonade mit künstlichen Farb- und Aromastoffen.
- Verwenden Sie möglichst keine vorgefertigten Industrieprodukte und Fertiggerichte. Diese sind in der Regel mit Zusatzstoffen überfrachtet.
- Essen Sie möglichst nur ungefärbte Lebensmittel oder solche, die natürliche Farbstoffe (Fruchtmark, Rote Bete-Pulver) enthalten. Da sich 80 Prozent der eingesetzten Farbstoffe in Süßwaren, Süßspeisen und süßen Getränken befinden, sollten Sie um diese einen Bogen machen. Sonst gewöhnen Sie sich unter anderem an einen „übersüßten" Geschmack. Künstliche Aromen und Geschmacksverstärker beeinträchtigen Ihr natürliches Geschmacksempfinden.
Im nächsten Beitrag lesen Sie weitere Tipps.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider