Lassen Sie sich Ihr Asthmaspray mehrfach erklären!
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Asthma bronchiale
vom 06.09.2005 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
mein Mann ist Asthmatiker, genauer gesagt hat er allergisches Asthma. Damit kann er recht gut leben – und da der Sommer in diesem Jahr so schlecht war, musste er lediglich dann einmal zum Asthmaspray greifen, wenn er bei uns zu Hause Rasen gemäht hatte. Das Spray half dann aber auch so gut, dass er bald nichts mehr von seinen Luftproblemen merkte.
Leider können aber nicht alle Menschen so gut mit ihren Asthmamedikamenten umgehen – rund die Hälfte aller Asthmatiker benutzen sie falsch. Das, finde ich, sind alarmierende Zahlen, denn ein Asthmaanfall kann schnell bedrohlich werden.
Die Gründe für die falschen Anwendungen sind unterschiedlich. Gerade ältere Menschen verstehen die komplizierte Mechanik der Inhalatoren oft nicht – immerhin gilt es nach dem Ausatmen gleichzeitig einzuatmen und das Gerät zu bedienen, danach muss noch einmal die Luft angehalten werden.
Andere benutzen ihre Medikamente zu selten, weil sie sich vor dem enthaltenen Kortison fürchten. Dabei ist nachgewiesen, dass Kortison, wenn es inhaliert wird, nicht zu Wassereinlagerungen oder Osteoporose kommt.
Sie sollten sich von Ihrem Arzt mehrfach zeigen lassen, wie ein Inhalator funktioniert – dann sinkt auch das Risiko einer falschen Anwendung. Nehmen Sie auf Dauer zu wenig der Wirkstoffe zu sich, kann das dazu führen, dass Sie Ihre Atemfunktionen zu sehr belasten. Dann verschlechtert sich nicht nur Ihre Lungenfunktion, es kann auch zu einer so starken Behinderung kommen, dass Sie bei alltäglichen Aufgaben keine Luft mehr bekommen.
Mit einem ganz anderen Thema beschäftigt sich heute meine Kollegin Inga-Maria Richberg, Chefredakteurin von "Natur und Gesundheit", dem Dienst, der Ihnen zeigt, wie Sie vorbeugen, heilen und gesund bleiben – mit den Kräften der Natur. Haarausfall tritt nicht nur bei Männern auf, auch Frauen können davon betroffen sein. Woran das liegt und was Sie dagegen machen können, lesen Sie im folgenden Artikel.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner