Langanhaltender Raucherhusten kann auf Lungenkrankheit hinweisen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 19.04.2005 16:00 Uhr
GNL5356
Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, sollten eigentlich alle Raucher (und Nichtraucher) wissen. Ich erzähle Ihnen da also nichts Neues. Neu mag Ihnen aber sein, dass Sie als starker Raucher den typischen Raucherhusten nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Hält so ein Husten länger als 4 Wochen an, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Es kann sich dabei um chronische Lungenkrankheiten handeln.
Die chronischen Lungenkrankheiten (Chronic Obstructive Pulmonary Diseases, abgekürzt COPD) machen sich durch Atemnot, Husten und Auswurf bemerkbar. Gerade bei Belastung fällt es schwer, zu Atem zu kommen. Betroffen sind in erster Linie Raucher, die älter als 40 Jahre sind. Bei ihnen sind die Flimmerhärchen auf den Zellen der Atemweg-Schleimhaut durch das jahrelange Rauchen, durch Nikotin und Teer, zerstört worden. So versagt die natürliche Selbstreinigungsfunktion der Atemwege. Rund 20 % der an COPD Erkrankten sind betroffen, weil sie zum Beispiel beruflich bedingt ständig Staub oder Dämpfen ausgesetzt sind.
Wenn Sie Atemnot, Dauerhusten und Auswurf verspüren, sollten Sie auf jeden Fall einen Lungenfunktionstest beim Arzt machen lassen. Denn wenn diese Krankheit nicht erkannt wird, kann sie durch Lungenemphyseme oder chronische obstruktive Bronchitis bis zum Tode führen.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner