Lakritz kann Medikamentenwirkung verhindern
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 25. März 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
essen Sie gerne Lakritz? Sicher schmecken diese Süßigkeiten sehr lecker, können häufig auch bei Halsschmerzen helfen. Es gibt aber Fälle, in denen Sie darauf verzichten sollten. Gerade, wenn Sie Organempfänger sind, unter Rheuma, Haarasufall, Colitis ulcerosa oder Schuppenflechte leiden.
Zwar verschlechtert Lakritz Ihren gesundheitlichen Zustand nicht direkt. Aber es blockiert die Aufnahme von Ciclosporin. Dieser Wirkstoff wird bei all diesen Krankheiten eingesetzt. Die Blockade wird, so stellten taiwanesische Forscher fest, sowohl durch Lakritz als Süßigkeit als auch durch den Lakritzwirkstoff Glycyrrhizin verursacht. Die Forscher empfehlen daher besonders Organempfängern, aber auch Menschen, die unter den anderen oben erwähnten Krankheiten, ganz auf Lakritz und seinen Inhaltsstoff Glycyrrhizin zu verzichten. Es ist nämlich nicht möglich, eine Aussage darüber zu treffen, ob die hemmende Wirkung des Lakritz nicht schon bei geringen Mengen auftritt.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner