Kurkuma wirkt auch gegen Viren
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Gelbwurz
vom 13. Januar 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
In der vergangenen Woche berichtete ich Ihnen darüber, dass in einer Studie eine erstaunliche Antikrebswirkung von Curry beziehungsweise Kurkuma (Gelbwurz) nachgewiesen worden ist. Es blockiert unter anderem wichtige Moleküle, die das ungebremste Wachstum von Krebszellen anheizen. Es fehlen allerdings Langzeitdaten darüber, ob das Krebswachstum nur kurzzeitig gebremst oder tatsächlich über einen längeren Zeitraum gestoppt werden kann.
Leser Klaus wollte noch mehr über Gelbwurz wissen. Der Inhaltsstoff Curcumin kann tatsächlich noch viel mehr. So bekämpft er beispielsweise Lippenherpes, wie amerikanische Forscher jetzt herausfanden. Er hemmt die Virusvermehrung in den infizierten Zellen. Auch die Alzheimer-Forschung beschäftigt sich mit Curcumin, seit im Tierversuch festgestellt wurde, dass es möglicherweise Alzheimer-Plaques im Gehirn auflösen kann.
In Asien dient es seit mehr als 3000 Jahren als medizinisches Allheilmittel gegen Rheuma, Entzündungen oder Hautkrankheiten. In der westlichen Medizin wird bislang vor allem seine anregende Wirkung auf die Ausschüttung von Gallensäure gelobt, was hilfreich bei Verdauungsbeschwerden ist.
Für alle, die Curry-Mischung (hierin ist Gelbwurz enthalten) nicht mögen: Die Heilpflanze ist auch als Extrakt in Kapselform oder Tropfen in der Apotheke erhältlich.