Kürbiskerne schützen Prostata und Blase
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 14. Juli 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
Die Kommission E, die im Auftrag des Berliner Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte die wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen von Heilpflanzen untersucht, empfiehlt Kürbiskerne, Kürbiskernöl und Kürbiskern-Trockenxtrakt aus der Apotheke zur Vorbeugung und Behandlung der BPH. Zu Beginn der Erkrankung wirken Kürbiskerne positiv sowohl auf die Beschwerden als auch auf die Wucherung.
Die heilende Wirkung von Kürbiskernen und dem daraus gewonnenen Kürbiskernöl wird darauf zurückgeführt, dass einige der Inhaltsstoffe wie etwa die Linolsäure direkt auf die Blasenmuskeln einwirken und sie kräftigen. Bereits bestehender Harndrang wird gemindert und Restharn, in dem sich Bakterien ausbreiten können, vermieden. Die Stärke des Harnstrahls nimmt wieder zu, Nachtröpfeln und verzögerter Beginn beim Wasserlassen werden weniger oder verschwinden. Eine Prostataoperation kann meist vermieden werden, wenn Kürbiskerne regelmäßig den Speiseplan bereichern. Etwa 10 Gramm Kürbiskerne täglich sollten dafür auf Ihrem Speiseplan stehen, hat die Kommission E ermittelt.
Zugelassen zur Behandlung des BPH sind in Deutschland von der Kommission E als Bestandteile von Fertigpräparaten derzeit die Früchte der Sägepalme, Brennnesselwurzel, Kürbissamen, Roggenpollen und das Phytosterin aus dem in Südafrika beheimateten Spargelgewächs Hypoxis rooperi. Ihre positive Wirkung ist vielfach in Studien bestätigt worden. In der Apotheke sind etliche Fertigprodukte oder Tees zur Behandlung der BPH erhältlich - etwa Granufink, Prostagutt forte, Bazoton, Cernilton, Harzol oder Azuprostat.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Heeren (14.07. 2010 17:07 Uhr):
Die Kürbiskerne, die man kaufen kann, sollen geröstet sein. Werden damit die Inhaltsstoffe nicht geschädigt?
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