Krebsgefahr aus der Küche: Hier lauern Ihre Risiken
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 4. April 2008, 11:50 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
immer wieder hören wir davon, dass in bestimmten Regionen spezielle Krebsarten häufiger auftreten als anderswo. So bekommen beispielsweise Japanerinnen wesentlich seltener Brustkrebs als Frauen aus westlichen Ländern. Japanerinnen, die jedoch in den USA leben, entwickeln nach einer Weile genauso häufig Tumoren in der Brust wie die Amerikanerinnen. So liegt der Verdacht nahe, dass es mit der unterschiedlichen Ernährung in den jeweiligen Ländern zusammenhängen könnte. In den industrialisierten Ländern treten beispielsweise wesentlich häufiger Dickdarm-, Brust-, Gebärmutterschleimhaut-, Prostata- und Lungenkrebs auf. Gleichzeitig ist bekannt, dass in diesen Ländern recht viel Fleisch, Fett und Zucker verzehrt werden, während in den anderen Ländern die Kohlenhydrate den Löwenanteil ausmachen. Timothy Key und seine Kollegen von der Universität Oxford haben sich die bislang vorhandenen Studien einmal genau unter die Lupe genommen und sind zu folgenden Erkenntnissen gekommen:
- Alkohol im Übermaß und sehr heiße Getränke fördern die Entstehung von Tumoren der Mundhöhle des Rachens und der Speiseröhre.
- Übergewicht begünstigt die Entstehung von Speiseröhren-, Brust-, Gebärmutterschleimhaut und Nierenkrebs.
- Nitrosaminreiche Nahrungsmittel wie gesalzener Fisch begünstigen die Entwicklung von Nasopharynx-Karzinomen.
- Salzreiche Ernährung und die Haltbarmachung mit Salz (gepökeltes Fleisch) sind Risikofaktoren für Magenkrebs, Obst und Gemüse hingegen wirken vorbeugend.
- Übergewicht und der Verzehr von rotem Fleisch und Fleischprodukten fördern Dickdarmkrebs, ballststoffreiche Ernährung, Obst und Gemüse sowie ausreichend Bewegung beugen hingegen vor.
- Alkohol und Übergewicht sind Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs - insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren.
- Rauchen und eine niedrige Vitamin-A-Zufuhr gehen mit der Gefahr einher, an Lungenkrebs zu erkranken. Obst und Gemüse bieten einen gewissen Schutz.
- Nahrungsmittel tierischer Herkunft sollen Prostatakrebs fördern, Tomaten vorbeugend wirken. Möglicherweise üben auch Vitamin E und Selen eine Schutzfunktion aus.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider