Krebs: Was Ihnen die Hilfe erleichtert
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 8. Oktober 2009, 06:00 Uhr
GNL5223
in einer Krise wie einer Krebserkrankung zeigen viele, die uns vermeintlich nahe stehen, ihr wahres Gesicht. Es trennt sich die Spreu vom Weizen. Manch einer, von dem Sie es gar nicht erwartet hätten, steht Ihnen dann möglicherweise ehrlicher zur Seite als die beste Freundin oder der beste Freund. Rechnen Sie damit, dass sich das Verhalten Ihrer Familie und Ihres Freundes- oder Kollegenkreises ändert und zwar nicht unbedingt zum Positiven. Das gilt insbesondere, wenn sich die Erkrankung hinzieht und mit großen Beeinträchtigungen verbunden ist.
Häufig ist es leider so, dass Menschen sich abwenden, wenn jemand schwer erkrankt ist oder im Sterben liegt. Das löst das Angst und Sprachlosigkeit aus. In dieser Zeit befinden sich die Betroffenen meist der Not gehorchend auf dem sozialen Rückzug, weil nichts mehr geht, andererseits verliert die Umwelt das Interesse an ihnen, wenn quasi "nicht schnell genug gesund geworden oder gestorben wird". Dadurch reduzieren sich die Möglichkeiten nach selbstverständlichen und beiläufigen Kontakten, wie sie im Alltag so normal und so notwendig sind.
Außenstehende müssten nun bewusst auf die Kranken und ihre Familie zugehen, ihre Teilnahme und Hilfe anbieten. Da dies nur selten geschieht, ist für die Betroffenen Hilfe von anderer unabhängiger Seite so immens erleichternd. Nehmen Sie die Unterstützung ruhig an, wenn Sie das Gefühl haben, dass das Angebot ernst gemeint ist. Professionelle Hilfe ist in vielen Fällen ein wahrer Segen. Auch als Angehörige(r) brauchen Sie Entlastung und Menschen, die zu Ihnen stehen. Sie müssen einen Drahtseilakt absolvieren, indem Sie die erkrankte Person stärken, aber auch auf sich selbst und Ihre Gesundheit achten müssen.
Lesen Sie in den nächsten Beiträgen, wie Sie Erkrankten und ihren Familien zur Seite stehen können.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von angela paulus (08.10. 2009 11:06 Uhr):
guten morgen frau sylvia! ihre beobachtungen bezüglich der guten und besten freunde, von denen man plötzlich nichts mehr oder sehr wenig hört, trifft total zu. und es schmerzt. es schmerzt oft mehr als die auseinandersetzung mit dem krebs und dessen einschränkungen. ich habe freunde verloren, die ich geliebt habe. und das macht mich mehr traurig, als das ich brust und lungenkrebs habe und nichts mehr zu machen ist. die diagnose war vor 6 jahren, hatte chemo und strahlentherapie mit allen nebenwirkungen, kann jetzt nicht ohne sauerstoffgerät existieren, und es fällt mir nicht leicht, immer zwei schläuche aus der nase hängen zu haben, wo ich doch vor der diagnose zu einer sehr lebenslustigen und gut aussehenden frau gezählt habe. wissen sie vielleicht rat, wie man zu besuchsdienst oder ähnliches in österreich kommt? mit lieben grüßen angela paulus
Antworten - Kommentar von Uschi Alles (08.10. 2009 13:56 Uhr):
Bin auch an Krebs erkrankt.Voriges Jahr Darmkrebs mit künstlichem Ausgang. I c h möchte behaupten,wenn sich jemand zurückzieht ,dann nicht wegen der Krankheit,sondern wegen der Person.Man sollte so normal wie möglich weiterleben.Nichr dauernd jammern oder was weiss ich.Die Krankheit muss mit mir leben,nicht ich mit ihr. Empfehlen kann ich auch hier das Buch: The secret-das Geheimnis. Viele Grüsse Uschi
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