Kräuter und Gewürze schützen Sie beim Grillen vor Krebs
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 5. Juli 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Marinaden und Kräuter können die beim Grillen entstehenden gesundheitsschädlichen Substanzen abpuffern. Majoran und Thymian passen gut zu Lamm- und Schweinefleisch. Rosmarin und Oregano schmecken prima mit Rind- und Lammfleisch. Salbei passt zu Kalb, Geflügel und Leber. Verwenden Sie auf jeden Fall getrocknete Kräuter zum Grillen. Wenn sie frische Kräuter mitgrillen, werden sie allerdings ziemlich schnell schwarz, verbrennen und verlieren ihr Aroma. Frische Kräuter sollten Sie erst vor dem Servieren über das Grillgut streuen. So erhalten Sie sich auch die gesunden sekundären Pflanzenstoffe, die Krebs und Herzleiden in Schach halten.
Unerwünschte Stoffe wie Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder heterozyklische aromatische Amine (HAA) haben sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen. Sie können vor allem beim Hocherhitzen und/oder unvollständigen Verbrennen entstehen. Nitrosamine bilden sich beispielsweise, wenn gepökelte oder geräucherte Wurst gegrillt wird. PAK können beim Grillen von Fleisch, Wurst oder Fisch entstehen, HAA treten auch beim Backen und Braten über 180 Grad. Acrylamid entsteht vor allem beim Erhitzen von stark stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln.
Grillen Sie deshalb keine gepökelten Fleischwaren wie Kasseler oder Wiener Würstchen. Erhitzen Sie Räucher- und Pökelfleisch und gepökelte Wurst nur bei mäßiger Hitze (nicht über 100 Grad Celsius) und nicht unnötig lange. Verwenden Sie den Bratensatz von stark Gebratenen nicht für Saucen, denn beim Braten entstehen der HAA vor allem in der Kruste und im Bratensatz. Verbranntes Grillgut werfen Sie besser weg.