Kostenübernahme von Misteltherapie nun eingeschränkt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 10. November 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
nach einem Urteil des Bundessozialgerichtes ist die Erstattung der Misteltherapie auf Kassenrezept nun eingeschränkt. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf zahlt die Kasse, als unterstützende Therapie bei oder nach einer Krebserkrankung nicht mehr.
Wie bisher wird die Misteltherapie in der sogenannten palliativen Therapie auf Kassenrezept erstattet, zum Beispiel wenn bei Patienten Fernmetastasen auftreten oder die Krebserkrankung inoperabel ist - also im Endstadium der Erkrankung. In der unterstützenden, begleitenden Therapie bei einer heilbaren Krebserkrankung sind anthroposophische Mistelpräparate weiterhin arzneimittelrechtlich zugelassen, nur müssen Patienten die anerkannte Therapie zukünftig privat bezahlen. „Das benachteiligt besonders Menschen mit geringem Einkommen oder in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage", moniert Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK).
Bei dem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 11. Mai 2011 (B 6 KA 25/10 R) ging es nicht um die Wirksamkeit von Mistelpräparaten, sondern um einen Kompetenzstreit zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA). Bereits 2004 wollte der G-BA die unterstützende anthroposophische Misteltherapie von der Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung ausschließen Das Bundesgesundheitsministerium beanstandete dies. Nun gab das Bundessozialgericht der G-BA Recht.
„Leidtragende dieser juristischen und gesundheitspolitischen Auseinandersetzung sind die Patienten", so Dr. Irmey. Damit werde das gültige Gebot der therapeutischen Vielfalt ohne medizinischen Grund eingeschränkt. Mistel sei eine der am besten untersuchten Heilpflanzen. Viele Ärzte verschreiben sie ergänzend zur vorbeugenden Standardtherapie, um die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie zu verringern und die Lebensqualität der Krebserkrankten zu erhöhen. Doch nun können Ärzte, die begleitende Misteltherapie auf Kassenrezept verordnen, in Regress genommen werden.
Die anthroposophischen Mistelpräparate sind arzneimittelrechtlich weiterhin in allen Phasen einer Krebserkrankung zugelassen. Krankenkassen dürfen die Kosten übernehmen, müssen es aber nicht. Die GfBK empfiehlt Patienten deshalb bei ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme der adjuvanten Misteltherapie zu beantragen. Die GfBK hat auf ihrer Homepage dafür ein Formular eingerichtet (http://www.biokrebs.de/images/stories/download/Aktuell/2011_10_Antragsformular_Erstattung_Mistel.pdf) und stellt Informationen zur Begründung des Antrags bereit.
Ich halte das für eine Entscheidung gegen das Wohl der Patienten. Und Sie?
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Kelly (10.11. 2011 06:27 Uhr):
Dem G-BA geht es nicht um das Wohl der Patienten sondern um die Profite der Pharmaindustrie. Solange diese der absolute Maßstab für den Einsatz einer Therapie sind, wird alles für den Patienten nur schlimmer werden - wenn du arm bist mußt du früher sterben!
Antworten- Antwort von Muemmi (11.11. 2011 13:03 Uhr):
Hallo Kelly, genau so ist es, ich habe mir vor 36 Jahren bereits Iscador gespritzt, war damals etwas unüblich und ich mußte es auch selber bezahlen, aber es war mir das allemal wert. Interferon bekam ich auch über Beziehungen und eine alternative Krebsbehandlung mit Autovaccinen machten die Behandlung komplett. Ich bin sehr gut damit gefahren und habe mich geweigert, mir die chemische Keule zu geben. Zu einer Zeit, wo man Leute mit Chemo kaputttherapiert hat, eine ungewöhnlich Handlungsweise, aber ich habe absolut das Richtige für mich getan. Es hat zwar etwas gedauert, aber ich war den Dingen gegenüber so aufgeschlossen und bin es heute noch. Es gibt auch so viele interessante Bücher zu diesen Themen, ich lese ab und zu wieder mal eins durch, damit ich nicht vergesse, was wirklich hinter den ganzen Behandlungen steckt. So hat mein krebsarzt mir in den 70-er Jahren das Buch die Krebsmafia geschenkt und meinte dies gehöre in jeden Haushalt, mehr als die Bibel. Es trauen sich immer mehr Ärzte darüber zu schreiben und das finde ich gut, aber so was lesen eigentlich nur Leute, die betroffen sind oder waren." Ein medizinischer Insider packt aus" ist auch ganz interessant, so wie "Heilen verboten, töten erlaubt" und "Wie Sie Ihren Arzt davon abhalten, Sie umzubringen". Dies zur Info, dann weiß man, wer dahintersteckt an den ganzen Machenschaften.
- Antwort von Muemmi (11.11. 2011 13:03 Uhr):
- Kommentar von Jürgen Ackermann (10.11. 2011 10:07 Uhr):
Ich bin als Krebskranker von diesem Urteil betroffen und genauso wie meine Ärztin empört. Nach meinem Rezidiv und seiner Therapie mittels der Hormontherapie haben wir mit Hilfe der Naturmedizin (u.a. der Misteltherapie) bei der Stabilisierung des PSA-Wertes und bei der Verminderung der Nebenwirkungen aus der Hormontherapie gewisse Erfolge erreicht. Mit diesem Beschluß ist eine neue Hoffnung ge- storben. Meine Kasse hat mir den Hinweis gegeben, daß ich im Falle einer Paleativbehandlung wieder in den "erlauchten" Kreis der Nutz- nießer komme. Die Logik verstehe ich nicht. Kann es dann noch nutzen? Aus meiner normalen Rente kann ich die Misteltherapie (monatlich ca. 100.- €) nicht bezahlen. Zusatzversicherungen für Naturmedizin schaffen wegen Alters- beschränkungen bei Beitritt bzw. Obergrenzen für Kostenübernahmen keine Lösung.
Antworten- Antwort von muemmi (11.11. 2011 13:57 Uhr):
Es tut mir leid, daß Sie sich das nicht mehr leisten können, aber ich würde bei der Kasse trotzdem kämpfen, schließlich habe Sie ja den Beweis, damit etwas erreicht zu haben. Ich persönlich bestelle mir alle Sachen über "medizinfuchs.de" ein Internetportal, das die günstigsten Apotheken für die einzelnen Medikamente raussucht. So ist bei Iscador eine Preisspanne bei 21x1ml Ampullenmit 128,17€ vom billigsten Anbieter bis 198,93€ beim teuersten Anbieter, hierbei handelt es sich immerhin um 70,-€ Differenz. Ich spritze mir solche Sachen gegerell selber, habe da keine Berührungsängste und mache das seit Jahrzehnten selber. Mein Krebsarzt hat mir das damals gezeigt und das war gut so. Das wäre doch eine Überlegung wert oder? Ich weiß ja nicht, wie viel und wie oft Sie das machen sollen, aber die Ersparnis ist gewaltig.
- Antwort von muemmi (11.11. 2011 13:57 Uhr):
- Kommentar von Roswitha Koch (10.11. 2011 11:14 Uhr):
Es ist so wie meine Oma schon sagte:bist du arm mußt du früher sterben.Wo bleibt da vor dem gesetz sind alle gleich.Es gibt da Leute die sind gleicher.
Antworten - Kommentar von Erika McAuley (10.11. 2011 12:01 Uhr):
Es ist unglaublich welche Macht die Politik der chemischen pharmazeutischen Industrie gibt und wie uninteressiert unsere Politiker an der Gesundheit der Bevoelkerung sind. Es ist Menschenverachtend wie mittlerweile in unserem Staat regiert wird - ein Witz und wir waehlen diese, das muss und wird sich schnellstens aendern! Sie nehmen uns alles Gesunde weg, Naturprodukte basierend auf langjaehriger Erfahrung, homoeophatie wird eingeschraenkt , dafuer geben Sie uns giftige Gluehbirnen mit Quecksilber - ist doch wirklich ein sozialer Staat, koennen wir Stolz darauf sein!
Antworten- Antwort von muemmi (11.11. 2011 13:18 Uhr):
Die Pharmaindustrie ist die größte Mafia nicht nur in Deutschland, es gab vor ein paar Tagen auf ARTE einen ganz tollen Thementag über die Machenschaften in Frankreich und wie die Politiker da mitinvolviert sind, da ging es um ein Diabetesmedikament, von dem die Menschen Herzklappenfehler bekamen und das auf Grund dessen bereits 2005 in Spanien und Italien vom Markt genommen wurde, aber in Frankreich noch immer nicht, so läuft das eben. Danach ging es ums leidige Thema Cholesterin und wie die Werte ständig nach unten manipuliert werden, nur damit man sich das Zeug reinzieht. Ich hatte vor Jahren 370 Chol. und lebe auch noch, denn der Verursacher war ein latentes Grippevirus, Coxsackie genannt, das den Wert bei mir nach oben brachte, aber über Jahre, bis ein Heilpraktiker die Ursache fand. Ich habe mich geweigert, einen Senker zu nehmen, wie ich generell gegen Chemie bin. Nach Behandlung der wirklichen Ursache hat sich der Wert normaliesiert. Ich nehme nur homöopathische Mittel zu mir, generell behndle ich nur alternativ und fahre seit Jahrzehnten gut damit. Bitte auch meinen Beitrag weiter oben lesen!
- Antwort von muemmi (11.11. 2011 13:18 Uhr):
- Kommentar von Wilhelm Schmidt (10.11. 2011 13:40 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, der Artikel ist gut und wichtig. Nur die Nachricht ist eine schlechte. Nur so viel zu der negativen Stimme. Die begleitende Misteltherapie halte ich für eine sehr wirksame Methode, seit sie mir geholfen hat, den Krebs zu überwinden. Deswegen bedauere ich die Entscheidung, die Kosten von der Erstattung künftig auszunehmen. Denn nicht jeder kann die nicht unwesentlichen Kosten tragen. Mit freundlichen Grüßen Wilhelm Schmidt
Antworten
- Kommentar von Inka (10.11. 2011 20:11 Uhr):
Warum wird eigentlich Chemotherapie von der Kasse bezahlt, wo es doch laut Beipackzettel selbst als "Nebenwirkung" Krebs verursacht und laut Wikipedia aus Kampfgasderivaten hergestellt wird- und Misteltherapie wird nicht bezahlt? Bitte meinen Namen nur als "Inka"abkürzen- danke!
Antworten - Kommentar von Ilona Walter (11.11. 2011 07:46 Uhr):
Mal wieder ein Sieg der Pharmaindustrie. Wir sollten uns schämen so mit sehr kranken Menschen umzugehen.
Antworten - Kommentar von cornelia Weber (11.11. 2011 11:10 Uhr):
ich gehöre auch zu den Betroffenen. Meine Brustkrebs OP mit vollem Programm ist jetzt 3 Jahre her. Nach einer Pause der Misteltherapie mußte ich feststellen, dass die Schweißattacken viel stärker geworden sind und das Allgemeinbefinden schlecht geworden ist. Nun mache ich auf eigene Kosten die Therapie weiter! Ich bin berufstätig und schaffe es sonst nicht!
Antworten - Kommentar von muemmi (11.11. 2011 18:17 Uhr):
Ich hatte heute bereits auf ein paar dieser Schreiben geantwortet, aber es hat offensichtlich nicht funktioniert-leider. Jetzt bin ich in Zeitdruck, aber trotzdem ein paar Zeilen, Genau so ist es die Pharmaindustrie ist die größte Mafia in Deutschland und wen wundert es, sie ist in der Lage, die Menschen mit immer neuen Krankheiten, die sie erfindet an der Leine zu halten. Leider haben viele Menschen nicht die Geduld, sich mit alternativen Medikamentenund Heilmethoden zu beschäftigen, das kommt natürlich der Pharmaindustrie zu Gute. Warum greifen die meisten Menschen zu Schmerzmitteln, gleich bei der geringsten Erkältung zu Antibiotika, ist ja auch so bequem und somit sind sie die besten Abnehmer der Pharmaindustrie, die es auch vorzüglich versteht Angst zu streuen und damit große Geschäfte zu machen. Wären die Menschen nicht so oberflächlich, hätten sie nicht so eine Lobby. Wen wundert es dann, daß immer neue Krankheiten erfunden werden, um ihre Pillen an den Mann zu bringen. Der leidtragende ist immer der Mensch, der sorgsam mit seinem Körper umgeht und ihm solchen Müll nicht zumutet.
Antworten - Kommentar von Schmidtchen (12.11. 2011 15:28 Uhr):
Wie oft hört man von Politikern: im Mittelpunkt steht der Mensch! Wie bitte? Für mich steht fest: im Mittelpunkt steht die Gier nach Profit! Ergo: wozu brauchen wir einen Gesundheitsminister? Das Geld für diese Marionette samt seinem ganzen Ministerium kann man einsparen, ihre Politik ist doch nur Augenauswischerei und Belastung unseres Finanzhaushaltes. Gebt lieber das Geld den Bedürftigen, damit sie sich Gesundheit leisten können!
Antworten