Kontrolliertes Husten schont die Energiereserven Ihres Körpers
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Husten
vom 22. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Der andauernde Versuch, den festsitzenden Schleim herauszuhusten, belastet Ihre Atemmuskulatur, ohne jedoch dabei die Bronchien frei zu machen oder zu säubern. Das kann für den Körper auf Dauer sehr anstrengend werden. Kontrolliertes Husten sorgt dafür, dass die Hustenstöße kräftiger werden, so dass selbst festsitzender, zäher Schleim abgehustet werden kann.
So husten Sie richtig:
- Nehmen Sie ein Taschentuch zur Hand und setzen Sie sich aufrecht hin!
- Beugen Sie den Kopf etwas nach vorne und stellen Sie die Füße fest auf den Boden!
- Atmen Sie tief ein und halten drei Sekunden die Luft an!
- Husten Sie jetzt zweimal kurz hintereinander!
- Ist dadurch Schleim in den Mund gekommen, so spucken Sie diesen ins Taschentuch. War dieser Hustenstoß unproduktiv, so versuchen Sie es erneut. Sollte auch das nächste Husten nicht den gewünschten Erfolg bringen, machen Sie eine Minute Pause und versuchen es dann noch einmal!
- Um den festsitzenden Husten zusätzlich zu lösen, kann natürlicher Efeuextrakt (z. B. in Prospan Hustenliquid aus der Apotheke) hilfreich sein. Dieser verflüssigt den Schleim, erleichtert das Abhusten und lässt Sie freier durchatmen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dorith (23.01. 2010 09:29 Uhr):
Mit Prospan habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht. Außerdem lege ich mir gerne ein Papiertaschentuch mit ein paar Tropfen Olbas neben das Kopfkissen. Manchmal reicht das schon, dass es nicht zu unnötigen Hustenattacken kommt, aber gelegentlich nehme ich auch das Tuch und halte es in die Nähe von meiner Nase, um einen quälenden Husten-Anfall abzufangen. Dann wird nur noch gehustet, wenn wirklich etwas hinaus muss. Einmal habe ich folgende Empfehlung gelesen: Wenn ein Mensch schlecht abhusten kann, kann es hilfreich sein, ihn mit dem Kopf tiefer zu lagern. In der Empfehlung stand sogar etwas von einem Bügelbrett, das man am Fußende höher platzieren kann. Das erscheint mir allerdings etwas instabil. Außerdem könnte man ja einfach etwas unter der Matratze platzieren, wenn man kein verstellbares Bett hat. Der Gedanke dabei ist, dass man den verflüssigten Schleim dadurch in den Rachenraum laufen lässt und die Arbeit der Flimmerhärchen unterstützt. Vorsicht scheint mir vor allem bei Bluthochdruck geboten. Immerhin erhöht so ein Hustenanfall auch kurzfristig den Druck. Trotzdem ist der Gedanke erwähnenswert, weil auch ein Gefälle von nur wenigen Zentimetern möglicherweise Erleichterung beim Reinigen der Atemwege herbeiführen könnte. Denken sie an ein Bächlein, bei dem Sie auch nicht unbedingt immer gleich das Gefühl haben, dass das Wasser nach unten fließt. Und dennoch ist das der Fall. Beim Abhusten richte ich mich ohnehin gerne etwas auf, weil ich dann das Gefühl habe, dass kein solcher Druck im Kopf entsteht. Wenn ein Patient dazu nicht in der Lage ist, könnte man ihm vielleicht in so einem Moment behilflich sein. Eine Frau, die mit Bronchitis einen Kaiserschnitt bekommen hatte, musste immer einen kleinen Sandsack auf ihren Bauch drücken, damit die Naht nicht reißt. Bei besonders schweren Husten-Attacken sind wir dann abwechselnd zu ihr gegangen und haben ein wenig geholfen, den Sandsack auf den Bauch zu drücken. Das hat sie sichtlich erleichtert, denn beim Husten selbst hatte sie kaum noch Kraft.
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