Kompatibel: Parkinson und Nordic Walking
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 11. September 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
die Parkinson-Erkrankung ist eines der häufigsten neurologischen Leiden, das häufig in meinem Lebensalter - also um das 55. Lebensjahr herum - auftritt. Sie erkennen die Anfangsstadien meist an dem eigentümlich schlurfenden Gang der Betroffenen und der erlöschenden Gesichtsmimik. Die Bewegungsfähigkeit ist zunehmend eingeschränkt, die Bewegungen sind vermindert, und es treten Gehirnleistungsstörungen auf. In letzter Zeit kommt bei der Behandlung immer häufiger die Sporttherapie erfolgreich zum Zuge.
Körperliche Aktivität wirkt sich positiv sowohl auf körperliche als auch auf die geistige Leistungsfähigkeit der Parkinson-Kranken aus. Zudem wird das allgemeine Lebensgefühl gebessert und Depressionen - ein häufiger Begleiter von Parkinson - unterbunden. Nordic Walking stellt dabei eine sehr geeignete Sportart dar, worauf die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention aktuell aufmerksam macht.
In einer zwölfwöchigen Studie untersuchte Dr. Iris Reuter von der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Gießen knapp 60 Parkinson-Patienten. Durch das Nordic Walking konnten bei ihnen Gleichgewicht, Haltungsstabilität und Ganggeschwindigkeiten verbessert werden. Der gefürchtete Tremor - das Händezittern - konnte leider nicht beeinflusst werden. Doch das allgemeine Wohlbefinden steigerte sich. Und das sind doch wirklich gute Nachrichten!
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb