Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
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Begegnen Sie Ihrem Leben und anderen Menschen mit offenem Herzen - selbst wenn Sie krank sind. Das klingt kühn, hilft Ihnen aber, etwas Abstand zu den Dingen zu bekommen. Sie reduzieren damit Ihren Stress, entknoten vielleicht die eine oder andere unerquickliche Situation und können sich hoffentlich mit Ihrem Schicksal wieder versöhnen. Damit kann auch Ihre Fähigkeit wachsen, mit Widrigkeiten besser fertig zu werden. Ihr Empfinden für die Zusammenhämge des Lebens ist dann gleichbedeutend mit Lebensmut.
Beenden Sie Ihr Gedanken-Chaos: Es ist nicht nur der reale Stress, der Sie unter Druck setzt. Es sind auch die Gedanken, mit denen Sie Ihren Stress begleiten. Allein, dass Sie an Belastungen denken, die Ihnen bevorstehen oder aktuell zu schaffen machen, lässt Ihren Stresshormonspiegel in die Höhe schießen. Immer mehr Mediziner setzen deshalb die Methode der Achtsamkeit ein, um das Sorgenkarussell zu bremsen. Darüber habe ich Ihnen ja schon öfter berichtet. Dahinter steckt ein Mix aus Konzentrations-, Atem- und Meditationstechniken, der Ihren Stress gezielt reduziert. Entwickelt wurde die Methode von dem amerikanischen Verhaltensforscher Jon Kabat-Zinn. Er nannte sie achtsamkeitsbasierte Stressminderung. Mit dem Achtsamkeitstraining sollen Sie lernen, alles zu beachten und bewusst zu registrieren, was Sie im Geist beschäftigt - seien es Körperempfindungen oder Gefühle und Gedanken. Jon Kabat-Zinn lässt seine Patienten dies auf diesen Wegen einüben: Body Scan, Yoga-Übungen und Meditation. Zudem gibt er ihnen die Aufgabe, in ihrem Alltag alles, was möglich ist, langsamer und achtsamer auszuführen.