Können Autoscheiben Hautkrebs erregende Sonnenstrahlen abblocken?
unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief in Täglich Gesund zum Thema Hautkrebs
vom 19. September 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Auf dem Weg zu Ihrem Urlaubsort sitzen Sie viele Stunden im Auto, und die Sonne strahlt kräftig. Doch jetzt fragen Sie sich, ob Sie sich dadurch einem zusätzlichen Hautkrebsrisiko aussetzen: Können die Autoscheiben die Hautkrebs erregenden Sonnenstrahlen abblocken?
Die Frontscheiben der Autos bestehen aus laminiertem Glas (auch Verbundglas genannt), um bei einem Unfall nicht zu splittern. Laminiertes Glas blockt aber nicht nur ultraviolettes Licht (UVB) ab, sondern auch die UVASonnenstrahlen (ultraviolett A).
Besonders UVA-Strahlung dringt tief in die Haut ein ...
Bei vielen, vor allem älteren Modellen, bestehen die Seiten- und Heckfenster nicht aus Verbundglas. Während UVB-Strahlen im Allgemeinen nicht durch Glas passieren können - inklusive Autofenster - verhalten sich UVA-Strahlen anders. UVA kann durch Glas dringen, das nicht laminiert ist. Dabei sind es gerade die UVA-Strahlen, die tiefer in die Hautschichten eindringen und so den Weg für Hautkrebs bereiten. Dazu gehört besonders der gefährliche schwarze Hautkrebs (Melanom).
Durch nichtlaminiertes Glas an den Seiten und am Heck kann eine erhebliche Menge an UVA-Strahlen in das Wageninnere dringen. Deshalb ist es möglich, dass Sie einer beträchtlichen UVA-Strahlung ausgesetzt sind, wenn Sie in der Nähe eines Fensters aus nichtlaminiertem Glas sitzen. Das gilt übrigens für Glasflächen in Gebäuden ebenso wie für Autofenster.
... und bereitet so den Weg für Hautkrebs
Wenn Sie während Ihrer Reise Bedenken wegen zu starker UVA-Sonnenstrahlung durch die Seiten- oder Heckfenster haben, erkundigen Sie sich bei Ihrem Autohändler, ob in Ihrem Modell bereits Verbundgläser in den Seitenfenstern eingebaut sind. Wenn dies nicht der Fall ist, kann Ihr Auto eventuell mit einer dünnen Folie nachgerüstet werden, so dass keine UVA-Strahlen mehr in Ihr Auto gelangen.