Knoblauch repariert Ihre Zellschäden
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Knoblauch
vom 24. März 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Kürzlich stellten russische Forscher fest, dass Knoblauch die Reparatur von Erbschäden „lostreten" kann. Bestimmte Wirksubstanzen schützen die Erbsubstanz als so genannte Radikalfänger, wirken also antioxidativ - das war bereits bekannt. Dass sie jedoch offenbar sogar die Instandsetzung beschädigter Gene unterstützen können, wird von vielen Wissenschaftlern als Sensation gewertet. Knoblauch mindert nach bisherigem Wissensstand das Krebsrisiko, indem er Krebs auslösende Stoffe unschädlich machen kann. Zudem putzt er die Adern frei von Ablagerungen und schützt so Ihr Herz und Ihr Hirn.
Wissenschaftlich erwiesen sind auch die antibakteriellen Wirkungen des Knoblauchs und seine Fähigkeiten, das Immunsystem zu stärken. Darüber hinaus hat er eine günstige Wirkung auf den Cholesterinspiegel, indem er den ungünstigen LDL-Anteil im Blut senkt und Ablagerungen in den Gefäßen verhindert. „Knofi" kurbelt die Verdauung an und kann möglicherweise auch Darmkrebs verhindern. In Ländern, in denen reichlich mit Knoblauch gewürzt wird, tritt seltener Magenkrebs auf. Das soll an seinen Schwefelverbindungen liegen, die Nitrosamine unschädlich machen.
Knoblauch soll sich auch als Blutverdünner verdient machen, den Blutzuckerspiegel senken, die Herztätigkeit anregen, Zahnschmerzen lindern und Stresssymptome killen. Knoblauch wirkt gegen Pilzinfektionen und regt die Heilung von Lungenerkrankungen an.
Damit Knoblauch seine gesundheitliche Wirkung entfalten kann, sollten Sie mindestens zwei Zehen pro Tag essen. Wegen des Geruchs bevorzugen viele Menschen Knoblauchpillen.