Knoblauch-Dragees vor Operationen absetzen, Knolle vom Speiseplan streichen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Knoblauch
vom 23.08.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Knoblauch und Knoblauch-Präparate erfreuen sich großer Beliebtheit als Schutz für Herz und Kreislauf. Doch die positiven Wirkstoffe der Knolle können bei Operationen hinderlich sein, denn sie verstärken die Blutungen. Diese Beobachtungen machte Professor Scott M. Dinehart aus dem amerikanischen Little Rock. Knoblauch hemmt das Zuammenklumpen der Blutplättchen, erhöht den Gerinnungsfaktor und verlängert die Blutungszeit.
Das Zwiebelgewächs soll dabei noch wirkungsvoller sein als Acetylsalicylsäure (zum Beispiel Aspirin oder ASS), die heute häufig zum
Herzschutz verordnet wird. Knoblauch kann deren gerinnungshemmende Wirkung noch verstärken. Etwa 10 Tage vor größeren Operationen, rät der Professor, sollten Sie auf Knolle und Dragees verzichten. Das gilt auch für andere Kräuter und Heilpflanzen, die die Blutungsgefahr erhöhen: Gingko biloba, Mutterkraut, Ingwer, Ginseng, Lakritz, Heidelbeeren, Kamille, Rotklee, Tamarinde, Chilipfeffer, Teufelskralle, Papaya und Arnika.