Kneippguss für die heimische Badewanne
Täglich Gesund zum Thema Kneipp: Anwendungen
vom 16.06.2005 16:00 Uhr
GNL5356
Frau Gerlinde P. hat diese Frage:
Zusammen mit meinem Mann gehe ich regelmäßig zum Wassertreten – wir haben hier bei uns in der Nähe ein solches Becken. Nun interessiere ich mich aber auch für eine andere Kneipp-Anwendung, den warm-kalten Guss. Können Sie mir sagen, wie ich diesen am besten zu Hause selbst machen kann?
Liebe Gerlinde,
wichtig ist zunächst einmal, dass Sie Ihre Dusch- oder Badewanne mit einer rutschfesten Unterlage auskleiden. Dann schrauben Sie vom Duschschlauch den Kopf ab und legen ihn beiseite.
Für die erste, die warme Anwendung, sollte die Wassertemperatur rund 36 bis 38 Grad betragen. Fangen Sie mit dem rechten Bein an: gießen Sie das Wasser an der Außen- und Rückseite von Unter- und Oberschenkel entlang bis hoch zu Ihrem Gesäß; dann führen Sie den Duschschlauch wieder abwärts, an der Innenseite Ihres Beines bis zum Fuß zurück. Nun machen Sie das gleiche am linken Bein.
Nun wechseln Sie die Temperatur des Wassers; es sollte rund 16 bis 18 Grad kühl sein und wiederholen die Anwendung. Während Sie sich aber bei der Warmwasser-Behandlung ruhig Zeit lassen können, sollten Sie die Anwendung mit kaltem Wasser recht schnell durchführen; Sie dürfen auf keinen Fall dabei frieren. Nach Belieben können Sie nun die Behandlung mit Warm- und Kaltwasser wiederholen; den Abschluss sollte der kalte Guss bilden.
Diese Güsse sind besonders als Einschlafhilfe zu empfehlen, aber haben auch eine kräftigende Wirkung auf das Gefäßsystem. Zudem können sie als Unterstützung einer Behandlung von Hüftgelenkarthrose und Muskelrheuma eingesetzt werden.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner