Kneipp-Kuren: Wasserheilkunde
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Wasser kann gesund sein – wenn Sie es richtig anwenden. Eine erfrischende Möglichkeit, gerade im Hochsommer, sind Kneippkuren. Dabei brauchen Sie nicht in Kureinrichtungen zu gehen; Sie können sogar im heimischen Badezimmer eine solche Kneippanwendung durchführen.
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Die Heilkraft des Wasser wird nicht erst seit Pfarrer Sebastian Kneipp gepriesen. Die erste systematisch betriebene Wasserheilkunde finden wir bei Hippokrates, die aber schon fünf Jahrhunderte später wieder in Vergessenheit geriet. Erst Kneipp begründete die moderne Wasserheilkunde. Als Theologiestudent an Tuberkulose erkrankt, sah er sich von der Schulmedizin aufgegeben, da fiel ihm das Buch des Arztes Dr. Johann Siegmund Hahn mit dem Titel »Unterricht von Krafft und Würkung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen, besonders der Kranken bey dessen innerlichen und äußerlichen Gebrauch« in die Hand.
Kneipp erprobte die darin enthaltenen Vorschläge an sich selbst. Mit großem Erfolg, wie man weiß. Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Kneippkur ist, dass der Körper eine gesunde Naturwärme aufgespeichert hat (circa 36° – 37°). Diese erreichen Sie am leichtesten durch Bettruhe oder leichte Bewegung. Nach der Wasseranwendung sollten Sie lediglich jene Körperpartien abtrocknen, die der Luft ausgesetzt bleiben (z. B. Kopf, Hände). Ihre Haut trocknen Sie entweder durch Spazieren gehen oder legen Sie sich noch feucht und ohne Bekleidung ins Bett. Tipp: Legen Sie Ihr Bett dann mit Handtüchern aus.