Kneipp-Anwendungen: Wassergüsse
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Charakteristisch für die Kneippkur sind weiterhin die Wassergüsse, die als einfache oder Blitzgüsse verabreicht werden. Das Besondere an Kneippschen Güssen liegt darin, dass durch einen gebundenen, fast drucklosen Wasserstrahl, wie er früher aus der Gießkanne kam, ein thermischer Reiz, ohne mechanische Irritation ausgeübt wird. Zwischen Schlauchmündung und der Haut sollen etwa 12–15 cm Entfernung sein. Es eignet sich dafür hervorragend der Duschschlauch, bei dem der Brausekopf abgeschraubt wird.
Zur Überprüfung des richtigen Wasserdrucks halten Sie am besten den ca. 2 cm dicken Schlauch aufrecht. Der Strahl soll etwa 4 Querfinger hoch heraussprudeln. Beim Gießen halten Sie den Zeigefinger leicht an den Strahl, um ständig die Temperatur des Wassers zu kontrollieren. Temperaturen und Wechselzeiten der Güsse gleichen denen der Bäder (siehe Seite xy).Vor dem Guss sollten Sie die nötige Körperwärme besitzen. Auf vollen Magen sollten die Anwendungen nicht erfolgen. Während des kalten Gusses tief atmen.