MenüMenü

Kneipp-Anwendungen: Fußbäder für Ihre Gesundheit

Fußbäder können ihre Wirkung auf den gesamten Körper entfalten, denn die Reize sind nicht nur lokal auf die Füße begrenzt. Sie wirken insbesondere auf den Kreislauf, das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Nervensystem.

Benötigt wird ein Gefäß, das groß genug für den Bodenkontakt beider Füße ist, und einen Wasseranschluss. Vor einer Heimanwendung sollte man sich gut über Fußbäder und deren Wirkungsweisen informieren. Warme Fußbäder sind bei Venenthrombose oder Durchblutungsstörungen nicht empfehlenswert. Kalte Fußbäder sollten bei Bluthochdruck und Harnwegsentzündungen gemieden werden. Wenn Sie unsicher wegen der Anwendung sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Entspannung und neue Frische für Ihre Füße

Sie stecken in dicken, oft zu engen Strümpfen und in ebenfalls engen, stickigen, wenn vielleicht auch schicken Stiefeln. Licht und Luft ist Mangelware für die geschundenen Treter. Gönnen Sie ihnen deshalb öfter ein Fußbad.

Das tut ihnen gut und wirkt sich über die vielen Nervenenden in den Fußsohlen auch auf den ganzen Körper aus. Die kleine Wassertherapie mit den Fuß-Teilbädern nach Kneipp wirkt hier via Fernwirkung Wunder.

Sie beruht vor allem auf Temperaturreizen, denn mit dem Wechsel von Kälte und Wärme werden Regulationsvorgänge im Körper angeregt. Das kann die Vorbeugung und Behandlung vieler Krankheiten und Wehwehchen stärken.

Diese Fußbäder gehören zur „kleinen Kneipptherapie“:

  • kaltes Fußbad: wirkt beruhigend und venenstärkend
  • warmes Fußbad: hilft bei Durchblutungsstörungen und Schlafstörungen
  • wechselwarmes Fußbad: wärmt kalte Füße und stärkt Ihr Immunsystem
  • Wassertreten: fördert Ihre Durchblutung und den Schlaf, beruhigt und härtet ab
  • ansteigende Fußbäder: wirken Durchblutungsstörungen vor, wärmen kalte Füße und bekämpfen Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Fußbäder mit pflanzlichen Zusätzen: sind sinnvoll bei Hauterkrankungen und nässenden Hautveränderungen

Bei diesen Beschwerden sollten Sie auf Fußbäder verzichten:

  • Fußpilz (kann sich durch die Feuchtigkeit verschlechtern)
  • offene Wunden
  • entzündliche Hautveränderungen
  • schwere Krampfaderleiden
  • hochgradige Durchblutungsstörungen

Kalte Fußbäder für einen geruhsamen Schlaf

Ein kaltes Fußbad im Bach kann nach einer Wanderung oder einem langen Spaziergang für Erfrischung sorgen. Die kühlen Temperatur-Reize können aber auch nervenentspannend und beruhigend auf das Herz wirken sowie den Puls runterfahren. So können Kalte Fußbäder auch bei Venenleiden, funktionellen Herzbeschwerden und Einschlafstörungen angewendet werden.

Dafür füllen Sie das Gefäß mit 16 bis 18 °C kühlem Wasser. Baden Sie die Füße höchstens eine halbe Minute darin. Trocknen Sie die Füße nicht ab, sondern streifen Sie das Wasser lediglich ab, um die kühlende Wirkung nicht vorzeitig zu unterbrechen. Achten Sie trotzdem darauf, dass die Füße nach einigen Minuten wieder erwärmt sind, unterstützen Sie sonst die Fußerwärmung durch Bewegung oder dicke Socken.

Kaltes Wasser gegen kalte Füße

Kalte Füße sind im Winter eine leidige Begleiterscheinung der ungemütlichen Witterung. Doch kalte Füße begünstigen Erkältungen und Sie sollten daher nicht nur wegen des Unbehagens, das die Eisfüße auslösen, für Abhilfe sorgen. Eine gute und altbewährte Maßnahme hierzu ist das aus der Kneipp-Therapie stammende Wassertreten. Auch wenn Sie jetzt innerlich frösteln: Das kalte Wasser ist tatsächlich eine der besten Methoden, um rasch wieder für warme Füße zu sorgen. Durch die Bewegung im kalten Wasser wird die Durchblutung in den Füßen ordentlich angekurbelt, die Gefäße weiten sich und die Füße werden warm.

Vorgehensweise:

  • Füllen Sie Ihre Badewanne bis auf Wadenhöhe mit kaltem Wasser.
  • Gehen Sie im Storchenschritt in der Wanne auf und ab.
  • Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Füße bei jedem Schritt aus dem Wasser auf- und wieder eintauchen.
  • Beenden Sie das Wassertreten nach zwei Minuten.
  • Tupfen Sie Ihre Füße trocken und ziehen Sie sich sofort ein Par warme Socken an.

Wenn Sie am Abend Wassertreten, haben Sie zusätzlich zu warmen Füßen noch eine gute Einschlafhilfe. Gleichzeitig gehört das Wassertreten zu den immunstimulierenden Anwendungen, die Ihre Abwehr auf Trab bringen.

Macht Ihre Füße warm: Ansteigendes Fußbad

Bei Bluthochdruck, Harnwegsinfekten, drohenden grippalen Infekten, Neigung zu kalten Füßen, Menstruationsbeschwerden und Prostataentzündungen profitieren Sie von einem temperaturansteigenden Fußbad. Am besten verwenden Sie dafür eine spezielle Wanne für Fußbäder aus dem Sanitätshandel. Sie sollte ausreichend hoch sein, so dass Sie Ihre Beine bis zu den Waden darin unterbringen können. Stellen Sie diese Wanne in die Badewanne und setzen Sie sich auf den Wannenrand. Stellen Sie Ihre Füße in diese Wanne und lassen Sie Wasser hineinlaufen. Beginnen Sie mit einer Wassertemperatur von 33 Grad Celsius bis 34 Grad Celsius. Lassen Sie dann allmählich heißes Wasser zulaufen. In einer Zeit von 15 bis 20 Minuten sollten Sie bei etwa 40 Grad Celsius landen. Diese Temperatur sollten Sie ein bis zwei Minuten beibehalten. Dann nehmen Sie die Füße aus dem Wasser und trocknen Sie diese gründlich und vorsichtig ab.

Ruhen Sie nach dem Fußbad noch 20 Minuten bis eine halbe Stunde nach.

Warme Fußbäder für kältesensible Personen

Ein warmes Fußbad eignet sich hervorragend für eine generelle Wärmezufuhr für den Organismus, wirkt aber auch blutgefäßerweiternd. Warme Fußbäder wirken außerdem durchblutungsfördernd, sodass der Blutdruck gesenkt und das Herz entlastet wird.

Dazu baden Sie ihre Füße 12 bis 15 Minuten in etwa 36 C° warmem Wasser. Achten Sie darauf, dass die Füße zu Beginn nicht zu kalt sind, sonst könnte es zu leichten Verbrühungen kommen. Steigern Sie sonst wenn nötig langsam die Temperatur des Fußbades. Nach dem Bad die Füße abtrocknen und sich eine Ruhephase von ungefähr 30 Minuten gönnen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten