Kleine Besenreiser sollten Sie unbedingt ernst nehmen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 28. Juli 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
mit zunehmendem Alter leiden fast alle Frauen unter erweiterten Äderchen der obersten Hautschicht an den Beinen - den Besenreisern. Fein und bläulich-rot schimmernd ziehen sie sich durch die Haut, oft auch stern- oder strahlenförmig. Beschwerden verursachen sie nicht, werden aber meist als unschön empfunden.
Besenreiser sind winzige Krampfadern, die in der Medizin Mikrovarizen genannt werden. Sie gelten als eines der ersten sichtbaren Zeichen für eine Venenschwäche. Wenn Besenreiser gehäuft auftreten, sind sie als Krankheit zu bewerten, denn sie deuten dann immer auf eine dauerhafte Venenschwäche sowie tiefer liegende Krampfadern hin. Behandelt werden müssen die Besenreiser dennoch nur, wenn Sie Schmerzen empfinden oder sich kosmetisch gestört fühlen. Auf alle Fälle sollten Sie sich sofort mehr bewegen und mit Ihrem Arzt über Kompressionsstrümpfe sprechen, um Ihre Venen nachhaltig zu stärken.
Wollen Sie die Besenreiser loswerden, können Sie diese veröden lassen. Dabei wird mit feinen Kanülen eine Substanz in die Vene gespritzt, die die Adernwand reizt. Es entsteht ein Gerinnsel, das die Adernwand entzündet. Auf diese Entzündung wird ein Kompressionsverband gelegt oder ein Kompressionsstrumpf gezogen, so verkleben die Adernwände miteinander, der Blutflusss wird unterbrochen, das Blutgefäß so stillgelegt. Diese Methode hört sich schmerzhaft an, ist es aber nicht.
Kleine Besenreiser können auch mit Laser verödet werden. Dabei werden die Gefäße durch die Lichtenergie miteinander verschmolzen beziehungsweise verdampft. Das muss unter örtlicher Betäubung geschehen, ist zeitaufwendig und tut weh. Mit dem so genannten Elektrokauter werden die Blutgefäße bei kleinen Besenreisern mit Schwachstrom "verkocht". Auch für diesen ambulanten Eingriff braucht es eine lokale Betäubung.
Die Entfernung von Besenreisern wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Da die Eingriffe die Venen nicht trainieren und stärken, wird also auch die Ursache nicht beseitigt, und es können sich neue Besenreiser entwickeln. Zudem ist es möglich, dass sich die behandelten Stellen etwas braun färben.
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Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb