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Sind spezielle Kuscheltiere für allergische Kinder sinnvoll?

Herr Michael K. möchte folgendes wissen:

Meine Tochter hat eine Hausstaub-Allergie. Soll ich ihr ein Kuscheltier aus einem allergenhemmenden Stoff kaufen oder gibt es Methoden, „normale“ Stofftiere von Milben zu befreien?

Lieber „täglich gesund“ Leser,

spezielle Kuscheltiere aus allergiehemmenden Stoffen bringen nach Ansicht der Experten für Allergiefragen allergiekranken Kindern keine große Erleichterung. Eine gezielte Sanierung der Matratze beispielsweise ist weitaus wirkungsvoller. Dabei werden Matratzenbezüge verwendet, die aufgrund einer Beschichtung mit Polyurethan so dicht sind, dass weder neue Milben eindringen noch allergenhaltige Stäube aus der Matratze austreten können.

Diese Art von Stoffen wird auch für die Herstellung allergenhemmender Kuscheltiere verwendet. Allerdings stehen dort die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen. Eine 15 Zentimeter große Ente beispielsweise kostet etwa 25 Euro.

Aber auch gewöhnliche Stofftiere können Sie von Hausstaubmilben befreien, indem Sie sie zum Beispiel in den Trockner stecken – einen halbstündigen Aufenthalt bei über 60 Grad übersteht ein Großteil der Milben nicht. Wenn das Kuscheltier heiße Temperaturen nicht verträgt, kann es vor dem Waschen auch für ein bis zwei Tage in die Gefriertruhe gelegt werden. Danach werden in der Waschmaschine die restlichen Plagegeister getötet und mitsamt ihrem Kot ausgespült. Die gewaschenen Plüschtiere sollten danach gut getrocknet werden, denn feuchte Stellen in der Füllung bieten Schimmelpilzen gute Lebensbedingungen. Die unterstützen nicht nur die Entstehung neuer Milben, sondern sind oft selbst Auslöser für allergische Reaktionen.

Da Plüschtiere immer wieder von den Hausstaubmilben befallen werden, sollten sie einmal im Monat dieser Säuberungsaktion ausgesetzt werden. Spezielle milbentötende Waschzusätze sind überflüssig – sie können eventuell noch neue Allergien auslösen.

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