Keine Angst vor Kortison: So gehen Sie richtig damit um
Sylvia Schneider in Täglich Gesund
vom 6. Oktober 2009, 16:00 Uhr
GNL5223
Etliche sinnvolle Therapien scheitern, weil viele Frauen Angst vor Kortison haben. In Deutschland ist die Kortisonangst besonders ausgeprägt. Das belegen auch neue Studienzahlen: Zwei Drittel aller Patienten mit allergischer Rhinitis haben Panik vor dem hilfreichen Mittel. Das verordnete nasale Kortisonspray setzt nur jeder dritte Betroffene ein, wie das Ärzteblatt ,,Medical Tribune" berichtet. Dabei ist Kortison in vielen Fällen unverzichtbar etwa bei Asthma, bei allergischer Rhinitis oder bei schwereren entzündlichen Hautproblemen. Die Präparate wurden in den vergangenen Jahren ständig verbessert, so dass ein gezielterer Einsatz möglich ist und die gefürchteten Nebenwirkungen reduziert werden konnten.
Nebenwirkungen von Kortisonsalben sind selten
Kortison ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es gehört zur Gruppe der Glukokortikoide, die der Körper auch unter Stress ausschüttet. Medizinisch genutzt wird das Kortison, weil es in der Lage ist, ein überschießendes Immunsystem zu brem sen und Entzündungen zu hemmen. Je nachdem, zu welchem Zweck Sie Kortison brauchen, kann es Ihnen in Form von Tabletten, Injektionen, Salbe oder Spray verordnet werden. Häufige Anwendungsgebiete von Kortison sind Asthma, Allergien, Gelenkerkrankungen und Entzündungen.
In der Praxis des Hautarztes werden meist nur schwach wirksame Kortisonsalben verschrieben, für die die Nebenwirkungen der Kortisone zum Einnehmen nicht belegt sind. Selbst wenn eine starke Kortisonsalbe aufgetragen werden muss, sind Nebenwirkungen nur in geringfügigem Umfang zu verzeichnen. Zudem bilden sie sich nach dem Absetzen der Salbe rasch wieder zurück.
Sie sollten meines Erachtens keine Angst vor der Anwendung entzündungshemmender Salben haben, die Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat. Gerade bei entzündlichen Hauterkrankungen zum Beispiel ist Kortison das Mittel der Wahl. Tragen Sie unbesorgt so viel Salbe auf, dass die erkrankten Hautsstellen bedeckt sind umso schneller heilen sie. Geben Sie dazu zunächst einen Streifen Creme auf Ihren Zeigerfinger und zwar von der Spitze bis zur ersten Fingerfurche. Diese Menge reicht beispielsweise, um eine Hand inklusive Finger einzucremen. Halten Sie sich bei der Häufigkeit des Eincremens an die Vorgaben Ihres Hautarztes. Am Anfang wird es meist öfter notwendig sein, die erkrankten Stellen zu versorgen.
Pflanzliche Präparate helfen, können Kortison aber nicht ersetzen
Eine sanfte Alternative auf pflanzlicher Basis ist z. B. Kamillensalbe (Kamillosan). Sie lindert entzündete Haut sofern der Kamillenextrakt bei Ihnen keine Allergie auslöst. Nässende Hautentzündungen sollten Sie mit feuchten Anwendungen wie Umschlägen oder Cremes behandeln, trockene dagegen mit Salbe. Bei leichten Hautentzündungen helfen Präparate mit Hamamelisextrakt (z. B. Hametum®). Alle sanften Alternativen können Kortison allerdings nicht ersetzen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Marianne Schwegler (06.10. 2009 17:46 Uhr):
Da stimme ich Ihnen wieder nicht zu: ich habe im Pflegeheim schon viele Patienten betreut, die jahrelang Kortison eingenommen hatten und im Alter die Quittung davon erhalten haben: weiche Knochen, schmerzende Haut nur beim leichten anfassen, sehr dünne fast durchsichtige Haut und, diese Menschen leiden wirklich darunter und keiner kann ihnen richtig helfen: dann kriegen die halt ein Morphin-Pflaster noch aufgeklebt, wo man nachher Achtgeben muss, dass man diese dünne Haut nicht noch verletzt beim entfernen. Diese Menschen können einem richtig leid tun, aber die Ärzte wussten es nicht besser. immer, wenn eine Arzt nicht weiter weis, gibt es Kortison-Behandlung. Der Körper erzeugt sein eigenes Kortison. Wenn aber zu diesem natürlichen Kortison noch künstlich hergestestelles Kortison dazu kommt, kann der Körper dieses künstl. Kortison nicht verwerten aber auch nicht ausscheiden und es wird gesammelt bis dem Körper im Alter, wo so wieso alle Organe langsamer arbeiten und, das Kortison nun im Knochengewebe angekommen, sich unverschämt ausbreitet und sein Unwesen dort treibt. Über das Blut kommt es wieder zur Haut und so wird auch diese wieder von diesem künstl. Fremdstoff angegriffen und beides reagiert dann mit Schmerzen.... Ein ewiger Kreislauf und eine nicht endenden wollende Einnahmequelle von der Pharmaindustrie: herzlichen Glückwunsch! ;Die restl. Schmerzmittel greifen dann die Leber an, auch die Niere darf sich krümmen und weh tun,. Nur zu, denn das ist ja alles gewollt: je kränker, je lieber!
Antworten - Kommentar von ehrlich währt am längsten (06.10. 2009 19:19 Uhr):
Mit Kortison habe ich die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Es ist eben ein sythetisches Hormon, das man nicht wieder los wird. V i e l e Nebenwirkungen !!! Z.B. Lymphstörungen, Krallenbildung uvm. Im übrigen verwechseln Sie Cortison mit dem natürlichen Cortisol!
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