Katarakt (Grauer Star): Getrübter Durchblick
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Grauer Star
vom 19. Oktober 2011, 00:00 Uhr
GNL5356
Bei einem grauen Star trübt sich die normalerweise klare Augenlinse ein, was sich ebenfalls auf das Sehvermögen niederschlägt. Fast jeder zweite 60-Jährige leidet darunter. Mit steigendem Alter werden es noch mehr. Risikofaktoren sind familiäre Vorbelastung, Diabetes, Verletzungen des Auges und schädliche Sonneneinwirkung auf die Netzhaut. Auch beim Grauen Star gibt es lange keine spürbaren Anzeichen, dass sich etwas krankhaft verändert. Doch mit zunehmender Linsentrübung sieht man unscharf und verschwommen, wie durch einen Nebelschleier. Helles Licht wird als unangenehm empfunden, alles wirkt blasser. Abhilfe schafft hier eine Operation. Der zehnminütige Eingriff wird ambulant unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Dabei entfernt der Arzt die trübe Linse durch einen winzigen Schnitt in die Hornhaut und ersetzt sie durch eine Kunststofflinse. Die meisten Operierten können sofort nach dem Eingriff wieder besser sehen, nicht selten sogar besser als je zuvor. Tipp: Die Augen bei Sonne mit einer Sonnenbrille schützen.
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