Kann man mit Fruchtsäften sein Alzheimer-Risiko senken?
unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief in Täglich Gesund
vom 23. März 2010, 16:00 Uhr
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Eine kürzlich durchgeführte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Glas Frucht- oder Gemüsesaft zum Frühstück Ihr Alzheimer-Risiko verringern kann.
Die in der Fachzeitschrift „The American Journal of Medicine" veröffentlichte Studie befasste sich hauptsächlich mit dem Wirkstoff Polyphenol. Das Antioxydans ist vor allem in den Schalen und den äußeren Bereichen von Obst und Gemüse reichlich vorhanden, ist aber auch in 100%igen Trauben-, Apfel- oder Zitrussäften zu finden. Auch Rotwein und Tee enthalten Polyphenole.
Die Forscher werteten die Nahrungsgewohnheiten von etwa 1.600 Männern und Frauen im Alter von 65 und älter aus. Alle Studienteilnehmer waren japanischer Abstammung und niemand litt an Alzheimer oder einer anderen Demenz. Nach durchschnittlich 6 Jahren zeigten Nachuntersuchungen, dass 63 Studienteilnehmer an Alzheimer erkrankt waren.
Nach Abstimmung von Alter, Geschlecht, Bildungsstand und anderen relevanten Faktoren fand man Folgendes heraus: Die Teilnehmer, die nach eigenen Angaben mindestens drei oder mehr Gläser Saft pro Woche tranken, hatten ein um 76% reduziertes Alzheimer-Risiko im Vergleich zu den Teilnehmern, die weniger als einmal pro Woche Saft zu sich nahmen. Der Genuss von Tee soll mit einem reduzierten Alzheimer- Risiko nicht in Zusammenhang stehen.
Experten der Mayo Clinic betonen: Diese vorläufigen Ergebnisse können bei Weitem keine schlüssigen Beweise liefern, sind aber bei der weiteren Forschung hilfreich. Leider ist es schon häufiger vorgekommen, dass sich anfänglich vielversprechende Substanzen in der Alzheimer-Prävention bei genauerer Betrachtung als nutzlos erwiesen haben.
Jedoch scheint sich der Genuss von Frucht- und Gemüsesäften in Verbindung mit weiteren gesundheitsfördernden Maßnahmen wie regelmäßiger sportlicher Betätigung und einer obst- und gemüsereichen Ernährung positiv auf Ihr Herz-Kreislaufsystem auszuwirken. So verringern Sie Ihr Risiko, schwere oder weniger schwere Schlaganfälle zu erleiden, die häufig bestimmten Demenzerkrankungen vorausgehen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Schwanemann Dieter (23.03. 2010 16:55 Uhr):
Der Beitrag war sehr interessant, hat allerdings einen Haken. Es handelt sich hier um Japaner, die eine ganz andere Lebens- und Essensgewohnheit haben, als Europäer und noch aufschlußreicher wäre die Frage, welche Frucht- und Gemüsesäfte Sie meinen. Die in den Supermärkten angebotenen sind doch m. E. konserviert, z. T. sterilisiert und überzuckert, da sind dock keinerlei Vitamine mehr enthalten. Also was tun? Bleibt doch nur noch selbst angefertigter übrig, oder? Wünsche noch einen schönen Tag. Mit frdl. Gruß Schwanemann
Antworten - Kommentar von Gabriele Röwer (24.03. 2010 14:48 Uhr):
Liebe Frau Schneider, danke für Ihren instruktiven Bericht über die richtige Medikamenteneinnahme. Dazu habe ich noch eine Frage: Auch Nahrungsergänzungsmittel sind ja im weiteren Sinne Medikamente, zum Beispiel Vitamine; hier werden wasser- und fettlösliche V. unterschieden. Wie aber sind diese alle außer jenen der C-Gruppe einzunehmen? Mit Wasser während einer fetthaltigen Mahlzeit? Dank und freundlicher Gruß! Gabriele Röwer
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