Ist die USB-Technologie eine sichere Alternative zur E-Card?
Dr. Regina Kalkert, Täglich Gesund vom 08.02.2010 16:00
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Dr. Martina Hahn-Hübner
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Die elektronische Gesundheitskarte - kurz: E-Card - ist noch nicht richtig eingeführt, und schon wird unter Experten eine mögliche Verbesserung diskutiert: die USB-Technologie. Sie wird als „sichere und moderne Alternative", die ohne zentrale Datenspeicherung auskommt, angepriesen.Wissen Sie, was da alles auf Sie zukommt, ob Ihre persönlichen Daten wirklich sicher sind, ob Sie Vorteile haben oder ob nicht bald wirklich jeder auf Ihre Daten zugreifen kann?
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Zur Erinnerung: Die E-Card soll die bisherige Krankenversichertenkarte ablösen. Patientendaten werden digitalisiert, in einer Datenbank zentral gespeichert und gepflegt. Diese zentrale Speicherung ist notwendig, da der Datenchip auf einer Karte gerade mal eine Speicherkapazität von 128 Kilobyte hat. Im Alltag soll die E-Card dann wie folgt funktionieren: Ihr Arzt kann z. B. am PC direkt e ine Verordnung au f diese neue Karte eingeben, der Apotheker kann dies e Verordnung an seinem PC auslesen und nach Ausgabe des Medikamentes löschen. Ihre gesamten persönlichen Daten werden auf diese Karte gespeichert und zwar stufenweise. Die medizinische Versorgung soll so verbessert werden, Doppeluntersuchungen sollen vermieden, Arztwechsel vereinfacht, Notfallsituationen besser beherrschbar werden. Kritik gibt es vor allen Dingen aus den Reihen der Datenschützer - der „gläserne Patient" wird prophezeit.
Das steckt hinter der USB-Technologie
Dieses alternative Modell zur elektronischen Gesundheitskarte kommt ohne eine zentrale Datenspeicherung aus. Grundlage ist die Speicherung aller Patientendaten auf einem USB-Stick, über den der Patient dann allein verfügt. Diesen Stick bringt er z. B. zu Arztbesuchen mit. Befunde können dann in der Praxis abgelesen, aufgespielt, aktualisiert oder auch gelöscht werden. Die Speicherkapazität eines USB-Sticks ist mit bis zu 8 Gigabyte um ein Vielfaches höher als die einer E-Card; eine zentrale Datenspeicherung wird somit entbehrlich.
Bleiben Sie am Thema
Als Patient haben Sie wenig direkten Einfluss auf die Entscheidungen der Politik in Sachen der Einführung der ECard oder alternativer Möglichkeiten, wie z. B. der USB-Technologie. Wir alle müssen abwarten, welche Technologie sich letztendlich durchsetzt. Sie sollten aber niemals von ihr überrascht werden. Daher gilt:
- Informieren Sie sich, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und erfragen Sie seine Meinung zum Thema. Er arbeitet an vorderster Front und hat jeden Tag mit der Problematik „Versichertenkarte" zu tun.
- Wenden Sie sich an einen Verbraucherschutzverband in Ihrer Nähe. Erörtern Sie mit den Mitarbeitern das Thema, holen Sie sich die Meinung dieser Einrichtung ein.
- Bleiben Sie insgesamt ein „kritischer Patient". Wenn Ihre Karte eingelesen wird, versuchen Sie die jeweiligen Vorgänge in Praxis und Apotheke nachzuvollziehen.
- Geben Sie Ihre Karte niemals an Dritte weiter; so helfen Sie Missbrauch zu vermeiden. Bei einem Verlust der Karte gibt es die Möglichkeit, sie sofort über eine Telefonnummer sperren zu lassen.
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Kommentare
- von RoPeLieb (09.02. 2010 08:45 Uhr):
Das gesamte Kranken-System in Deutschland lehne ich konsequent ab. Die Schulmedizin mißhandelt ausschließlich Symptome und geht nie an die Ursache. Die Impflügen-Schweinegrippe u.a.-sind reine Profitmacherei der Pharmaindustrie.
Antworten - von Rolf Fendler (09.02. 2010 11:41 Uhr):
Guten Tag! Ich befuehrworte die USB Technik. Allerdings muss im USB Stick eine ausgereifte Software vorhanden sein. Zudem muss es ein gut durchdachtes Handling dafuer geben; z.B. Back-up Moeglichkeiten [auch fuer Leute, die keinen Computer haben] , Identifikationsfeld auf dem Stick, um notfalls den Eigentuemer ermitteln zu koennen, usw. - Rolf
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