Isolierte Wirkstoffe sind leider meistens nicht das Gelbe vom Ei
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 17.01.2008 06:00 Uhr
GNL5356
Isolierte Wirkstoffe haben sich bislang fast noch immer als gesundheitlich riskant erwiesen und sind letztlich meist nicht zu empfehlen. Das ist bei den Inhlatsstoffen der Weintrauben nicht anders. Zumal in diesem Fall wie bei allen Obst und Gemüsesarten nicht nur das Resveratrol gesundheitlich günstig wirkt, sondern die Gesamtheit der Inhaltsstoffe. Beispielsweise sind in Wein und Trauben auch Salizylate enthalten, die nachgewiesermaßen vor vielen Erkrankungen schützen. Den gesundheitlichen Effekt dieser wirkungsvollen Tausendsassas erhalten Sie vor allem dann, wenn Sie sich an die Natur halten.
Rotwein ist mit Abstand der beste Lieferant der segensreichen sekundären Pflanzenstoffe, respektive des Resveratrols. Denn Rotwein wird auf der Maische vergoren. Das heißt, er zieht einige Tage mit Kernen und Schalen, bevor er abgefiltert wird. Bei Weißwein wird das nur in wenigen Fällen gemacht. Bei Bio-Weißweinen ist dieses Verfahren allerdings inzwischen häufiger anzutreffen.
Wenn Sie keine Probleme mit dem Alkohol haben und auch sonst gesund sind, ist gegen ein bis zwei Gläser Wein am Tag nichts einzuwenden. Wenn Sie keinen Wein mögen oder noch weiteren Traubenappetit haben, essen Sie frische rote Trauben und genehmigen Sie sich roten Traubensaft (schmeckt auch als Schorle). Ebenfalls einen, wenn auch geringeren Resveratrol-Anteil finden Sie in Heidel-, Preisel- oder Himbeeren. Auch Traubenkernöl aus dem normalen Feinkostladen ist reich an Resveratrol und anderen guten Inhaltsstoffen. Es eignet sich für Rohkost, Salate und Saucen, in denen kaltes Öl verwendet wird.