Zöliakie: Individueller Ernährungsplan
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In erster Linie besteht die Behandlung der Zöliakie in einer lebenslangen glutenfreien Ernährungsweise. Das heißt, es gilt Nahrungsmittel und Gerichte zu meiden, die Weizen, Gerste oder Roggen, möglicherweise auch Hafer enthalten. Noch immer wird kontrovers diskutiert, ob Hafer wirklich ausgeschlossen werden sollte.
Diese Einschränkungen schließen eine lange Liste von Nahrungsmitteln und Gerichten aus, aber es gibt noch genug, was gegessen werden kann, zum Beispiel Fleisch ohne weitere Zutaten (nicht mariniert oder paniert), Früchte, Gemüse, Reis, Kartoffeln und die meisten Milchprodukte.
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt und einem Ernährungsexperten einen individuellen, auf Sie zugeschnittenen Ernährungsplan, der glutenfrei und ausgewogen ist. Eventuell wird Ihnen auch die Einnahme bestimmter Vitamin- und Mineralstoffpräparate zur Ergänzung und zum Ausgleich von Mangelerscheinungen empfohlen.
Wenn das Gluten erst einmal vollständig aus der Nahrung verbannt ist, geht die Entzündung des Dünndarms meist schon nach ein paar Tagen zurück. Die meisten Personen, die sich an die Ernährungsvorschriften halten, erfahren eine vollständige Heilung innerhalb von einigen Monaten bis zu 3 Jahren.
Wenn die entsprechende Ernährungsweise nur zeitweise eingehalten wird, steigt nicht nur das Risiko von Mangelerscheinungen, sondern auch das anderer Komplikationen einschließlich eines erhöhten Krebsrisikos.
Nur bei einer kleinen Zahl von Personen mit schwer geschädigtem Dünndarm reicht die glutenfreie Ernährungsweise allein nicht aus. Es werden eventuell Medikamente benötigt, um die Entzündung im Dünndarm einzudämmen und Störungen infolge ungenügender Nahrungsaufnahme zu beheben.
Hierunter kann anfänglich auch das Meiden milchzuckerhaltiger Nahrungsmittel fallen, da die Zölliakie im unbehandelten Zustand auch von einer so genannten Milchzuckerunverträglichkeit begleitet werden kann.