Zöliakie: Brot gefährdet Gesundheit
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Zöliakie
GNL5356
Für die meisten Menschen ist Brot ein tägliches Grundnahrungsmittel. Wenn Sie aber an Zöliakie leiden, können Brot oder bestimmte andere getreidehaltige Nahrungsmittel Ihre Gesundheit gefährden.
Zöliakie ist eine vererbte Unverträglichkeit von Gluten, die Störungen des Darms und anderswo im Körper zur Folge hat. Der Eiweißstoff Gluten kommt in einigen Getreidesorten vor, unter anderem in Weizen, Gerste und Roggen.
Obwohl der Zöliakie nicht vorgebeugt werden kann, kann sie in den meisten Fällen allein mit einer Änderung der Ernährungsweise behandelt werden. Unbehandelt können ernährungsbedingte Mangelerscheinungen und Verdauungsstörungen auftreten; außerdem steigt das Risiko für die Entstehung eines Dünndarmkrebses, besonders für das Darmlymphom.
Der Eiweißstoff Gluten löst einen Krieg im Darm aus
Normalerweise verteidigt das Immunsystem den Körper gegen schädigende Einflüsse und Gefahren. Wenn Sie aber an Zöliakie (auch einheimische Sprue oder glutensensitive Enteropathie genannt) leiden, betrachtet Ihr Immunsystem Gluten als einen Feind. Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Zöliakie e. V. (Stuttgart) leidet etwa jeder 1.000. Deutsche an Zöliakie.
Jedesmal, wenn Sie glutenhaltige Nahrungsmittel essen, wird Ihr Immunsystem aktiviert. Die Aktivierung des Immunsystems führt zu einer Schwellung und Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Wenn dies passiert, können die feinen, haarähnlichen Fortsätze auf der Darmwand, die Darmzotten, schrumpfen oder sich ganz zurückbilden.
Gesunde Zotten nehmen Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe auf, die für Wachstum und Gesundheit notwendig sind. Aber wenn mehr und mehr Zotten durch die Zöliakie befallen sind, geht die Fähigkeit zur Verdauung und zur Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung verloren. Im Laufe der Zeit raubt diese mangelnde Nährstoffaufnahme dem Körper lebenswichtige Nahrung. Das kann andere Krankheiten nach sich ziehen.