Zeckenbiss: Neuer Test für Lyme-Borreliose
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Zeckenbiss
GNL5356
In den USA kommt in Kürze ein neuartiger Test zur Diagnose der Lyme-Krankheit (Lyme-Borreliose) auf den Markt. Dieser Test wurde unter anderem von Wissenschaftlern aus der Mayo Clinic entwickelt.
Der neue modifizierte ELISA-Test weist nicht nur die durch Zecken übertragene Lyme-Krankheit nach, sondern soll sie auch bei geimpften Personen zuverlässig diagnostizieren (die Impfung ist nicht immer wirksam). Der neue Test ist u.a. auch deshalb so wichtig, da demnächst in den USA zwei neue Impfstoffe gegen die Lyme-Krankheit erhältlich sein werden. In Deutschland gibt es bisher keinen Impfstoff gegen die Lyme-Borreliose (Paul-Ehrlich-Institut, Langen). Obwohl intensiv daran geforscht wird, rechnen Experten erst nach dem Jahr 2000 mit einer Zulassung. Der in den USA entwickelte Impfstoff ist in Deutschland nicht einsetzbar, da die Erreger hierzulande einem anderen Subtypus angehören. Infolgedessen besteht in Deutschland auch kein Bedarf für den modifizierten ELISA-Test. Es existieren aber andere Testverfahren, die eine Infektion mit dem Erreger nachweisen können.
Der modifizierte ELISA-Test unterscheidet klar zwischen Antikörpern, die als Reaktion auf eine Impfung gebildet werden und solchen, die als Folge einer echten Lyme-Krankheit produziert werden. Im Gegensatz dazu haben die meisten anderen gängigen Lyme-Tests in wissenschaftliche Untersuchungen zu falschpositiven Ergebnissen bei geimpften Personen geführt.
Wenn die Diagnose frühzeitig gestellt wird, kann die Krankheit normalerweise erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. Wird sie erst in einem späteren Stadium entdeckt, bedarf es möglicherweise intensiverer Therapie. Außerdem verzögert sich dann eventuell die Genesung, oder die Patienten gesunden nicht vollständig.