Zeckenbiss: Borreliose
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Vorsicht: Auch Hunde und Katzen können Ihnen die gefährlichen Blutsauger ins Haus einschleppen!
Durch den vergangenen warmen Winter haben die Zecken in großer Zahl überlebt, denn diese Parasiten sterben erst ab Temperaturen von minus 13 °C ab. Damit steigt in diesem Jahr das Risiko, sich eine „Zecken-Krankheit“ zuzuziehen. Gegen die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) können Sie sich durch eine Impfung schützen. Bei der zweiten „Zecken-Krankheit“, der Borreliose, geht das nicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Zeckenbisse am wirkungsvollsten vermeiden und wie Sie z. B. mit der neuen Zeckenkarte den Holzbock schnell entfernen, falls er doch einmal zugeschlagen hat.
Ganz Deutschland ist ein Risikogebiet für die Borreliose
Die Borreliose wird durch das spiralförmige Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht, das die Zecke beim Biss mit ihrem Speichel überträgt. In allen Regionen Deutschlands sind inzwischen etwa 35 % der Zecken mit diesem Erreger befallen. Pro Jahr infizieren sich nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Berlin zwischen 60.000 und 150.000 Bundesbürger mit dem Erreger. Das Übertragungsrisiko beginnt 12 Stunden, nachdem sich die Zecke in der Haut festgesaugt hat, und ist nach 48 bis 72 Stunden am höchsten. Daher ist es so wichtig, dass Sie nach jedem Aufenthalt im Freien Ihren Körper auf Zecken kontrollieren.
Beim überwiegenden Teil der Infizierten wird das Immunsystem allein mit dem Erreger fertig. Nur bei rund 5 % kommt es tatsächlich zu einer Erkrankung.
Eine Borreliose muss immer mit Antibiotika behandelt werden
Da sich eine Borreliose-Infektion erst Tage bis Wochen nach dem Biss zeigt, sollten Sie die typischen Anzeichen dieser Infektion kennen.
Das sind die 3 Stadien der Borreliose:
- Frühstadium (3 Tage bis etwa 4 Wochen): ringförmiger rötlicher (Bläschen-)Ausschlag um die Bisswunde, der sich langsam vergrößert (Wanderröte), und grippeähnliche Beschwerden mit Kopf- bzw. Gliederschmerzen, Fieber und Leistungsschwäche
- Akute Borreliose (Wochen bis Monate): Schwindel und Lähmungen, v. a. des Gesichtsnervs (Fazialislähmung), sowie Herzrasen, Muskelschwäche, Seh- und Hörstörungen
- Chronische Borreliose (Monate bis Jahre): Gelenkentzündungen, Blasenstörungen, Herzschwäche und Lähmungen
Im Akutstadium reicht eine zweiwöchige Einnahme von Antibiotika aus. Später ist oft eine mehrwöchige Gabe notwendig, um eingekapselte Erreger abzutöten. Das entscheidet der Arzt anhand eines Bluttests auf Antikörper gegen das Borreliose-Bakterium. Zur Unterstützung empfehlen wir Ihnen eine Behandlung mit homöopathischen Zubereitungen aus dem Erreger (Borrelia-Nosode) sowie eine Eigenbluttherapie zur Stärkung Ihrer Immunabwehr. Bei Nervenschäden, z. B. Gesichtslähmung, und Gelenkschmerzen bewirkt die Neuraltherapie oft erstaunliche Erfolge – und das sogar, wenn die Infektion schon mehrere Jahre zurückliegt.