Verdauungsprobleme: So beugen Sie vor
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Fürsorgliche Hausfrauen füllen rechtzeitig vor den Feiertagen die Hausapotheke mit Mitteln gegen Sodbrennen und andere Verdauungsbeschwerden auf. Hier einige Tips aus der Pflanzenheilkunde.
Reichhaltige Familienmahlzeiten, Stollen und zwischendurch noch Plätzchennaschereien sind eine Strapaze für Magen und Darm. Dazu Wein sowie „zur besseren Verdauung" einen Schnaps - und die Revolte des Verdauungsapparates ist zu erwarten.
Wenn der Magen rebelliert
Die Volksmedizin bietet eine Vielfalt von Heilpflanzen an, die Sie als Tee trinken oder zum Teil als die Verdauung unterstützendes Gewürz schon für das Essen selbst anwenden können.
Gegen Sodbrennen helfen Wermut, Anis, Kamille, Lavendel, Malve, Melisse, Pfefferminze oder Salbei. Krampfstillend wirken Schafgarbe, Anis, Kamille, Fenchel, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Salbei und Thymian. Als verdauungsfördernde Gewürze können Sie Anis, Basilikum, Kamille, Estragon, Fenchel, Majoran, Minze, Bohnenkraut und Thymian ansehen.
Seit Neuerem gibt es einen Tee aus Peru. Er lindert Magenbeschwerden, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, saures Aufstoßen oder Blähungen. DerAnguraté-Magentee wächst als Strauch an trockenen Gebirgshängen und in den Tälern Perus und wird von der Volksmedizin Südamerikas schon lange genutzt. Er übt seine Wirkung durch Inhaltsstoffe wie Flavonoide sowie über Monoterpene aus.
Diese Stoffe lösen Krämpfe, wirken gegen Bakterien, normalisieren die Magensäure und beruhigen die gereizte Magenschleimhaut. In einer Studie hatte sich gezeigt, daß Anguraté-Magentee genauso stark wirkte wie ein Mittel gegen Übelkeit aus der Schulmedizin, das die Substanz Metoclopramid enthielt. Die Wirkung stellt sich binnen einer Woche ein, also nicht so schnell wie zum Beispiel bei der Pfefferminze. Dafür hält sie länger an. Am besten beginnen Sie vor den Feiertagen, zumal Sie, was gelegentlich vorkommt, auf den Tee mit Durchfall oder Sodbrennen reagieren könnten.
Den peruanischen Anguraté-Magentee können Sie in Apotheken kaufen. Trinken Sie ihn warm, täglich 3x2 Tassen, eine halbe Stunde vor dem Essen.
Hilfe für Leber und Galle
Süßes, fettes Essen belastet auch das Leber-Galle-System. Wenn Sie schon wissen, daß Sie fettes Essen schlecht vertragen, können Sie mit Artischocke Vorsorgen.
Die Artischocke fördert in der Leber die Bildung der Galle und ihren Abfluß in die Gallenwege. Damit werden auch Blutfette vermehrt ausgeschieden, insbesondere das schädliche LDL-Cholesterin. Außerdem unterstützen Zubereitungen von Artischocken die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion (von Alkohol, Koffein, Nikotin!). Sollten Sie unter Gallensteinen leiden, müssen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt befragen.
Artischocken-Präparate bekommen Sie in Apotheken bzw. Reformhäusern als Kapseln, Preßsaft (aus den Blüten, bitter!) oder als alkoholischen Auszug für Tropfen. Nehmen Sie die Zubereitung nach der Anweisung auf der Packung ein. Wenn Sie schon von einer Fettempfindlichkeit wissen, ist es günstig, vor den Feiertagen kurmäßig mit der Einnahme zu beginnen, damit Ihre Leber für die zu erwartenden Mehraufgaben gerüstet ist.
Übrigens gibt es ein bisher unübertroffenes Vorbeugungsmittel gegen Verdauungsprobleme speziell an den Feiertagen: Weniger essen und weniger Alkohol trinken!