MenüMenü

Leser fragen – Naturmedizin aktuell antwortet

Herr Martin S. fragt: Ich musste im vorigen Jahr mehrere Wochen lang verschiedene Antibiotika einnehmen. Seitdem habe ich Probleme mit Blähungen und Durchfällen. Was könnte mir helfen?

Lieber Herr S.,

Das Wort „Antibiotika“ setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern „anti“ und „bios“ zusammen, die so viel wie „gegen das Leben“ bedeuten. Das heißt, dass diese Medikamente nicht nur schädliche Bakterien vernichten sondern auch die für unsere Gesundheit so wichtigen Bakterien, die den Darm besiedeln. Ihre Beschwerden sind also eine Folge der gestörten Darmflora und lassen sich mit einer mikrobiologischen Therapie sehr gut beheben.

Ich rate Ihnen daher, die Darmflora ganz gezielt wieder aufzubauen. Dazu können Sie Präparate in Tropfen- oder Kapselform einnehmen, die aus den entsprechenden Bakterien hergestellt wurden. So können sich die benötigten Keime wieder in der Darmschleimhaut ansiedeln und Ihr Stuhlgang wird sich wieder normalisieren. Allerdings benötigen Sie bei dieser Behandlung etwas Geduld. Bis Ihre Darmflora vollständig wiederhergestellt ist, vergehen in der Regel etwa sechs Wochen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

Regelmäßig Informationen über Innere Medizin erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Beate Rossbach. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

Alte Kommentare
  • Renate schrieb am 27.02.2014, 08:49 Uhr

    Sehr geehrte Fr. Dr. Rossbach, sehr geehrtes Team, sollte man nicht bevor man die Darmflora wieder aufbaut, erst das Antibiotika aus dem Körper drängen? Dieses bleibt ja bis zu 7 Jahren im Körper und die Engiftung sollte m.M. nach vor jeden Aufbau der Darmflora erfolgen. Sehe ich das richtig? Schöne Grüße Renate Kemedinger

  • Rainer Seifert schrieb am 27.02.2014, 08:52 Uhr

    Oder sie essen täglich einen Becher ganz normales Joghurt.

  • Heide Decurtins schrieb am 27.02.2014, 12:04 Uhr

    Darm Infos sind immer gut. Und wer hat nicht immer wieder Probleme mit dem Darm. Ich fand vor einiger Zeit, als ich es Blähungen, Jucken und Nässen nicht mehr aushielt ein ausgezeichnetes Produkt und zwar: Symbio Lact compi. Es handelt sich um Sachets mit einem Pulver, das in Wasser aufgelöst wird. Es ist ein prima Nahrungsmittelergänzungsmittel (mag das Wort eigentlich nicht) mit Biotin zur Aufrechterhaltung einer normalen Darmschleimhaut und mit Milchsäure bildenden Bakterien. Nach 3 Tagen waren meine Blähungen weg und auch das Nässen und Jucken. Grosse preisliche Unterschiede, daher vielleicht im Internet nachsehen....!! Wirklich empfehlenswert.

  • Johann Niedermayer schrieb am 27.02.2014, 13:08 Uhr

    Bei mir kam der Darm nach einem Antibiotika-Zyklus erst nach einer einmonatigen Darmkur (-säuberung) in Ordnung. Offensichtlich führt ein Antibiotika-Zyklus dazu, dass Stuhl an den Darmwänden (permanent) kleben bleibt. Auf jeden Fall scheint der Darm durch einen Antibiotika-Zyklus aufzuhören, den Stuhl mit einem farblosen Schleim (Gleitmittel) zu umgeben. Afterjucken ist die lästige Folge davon, was die Lebensqualität erheblich einschränkt. Es sollte daher als ärztlicher Kunstfehler gelten, wenn ein Arzt seine Patienten nicht anweist, nach dem Ende des Antibiotika-Zyklus eine derartige Darmsäuberung zu machen. Es könnte sein, dass durch regelmäßigen Knoblauchkonsum die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren ist, dass ein Antibiotika-Einsatz erforderlich wird. Knoblauch gilt als eines von 4 oder 5 antibiotisch wirksamen, aber nicht die Darmflora zerstörenden Nahrungsmitteln. Ein in Ordnung befindlicher Säure/Basenzustand soll ebenfalls gewährleisten, dass es schädliche Keime schwer haben. Es heißt auch, dass in einem übersäuerten Organismus nützliche Keime dazu tendieren, zu Schadkeimen zu mutieren.

  • Al schrieb am 27.02.2014, 17:48 Uhr

    Sowas kann auch auf eine zu starke Vermehrung von Candida-Pilzen im Darm hindeuten. Bei den Ärzten ist umstritten, ob Candida die Ursache für verschiedene Verdauungsprobleme ist oder nicht. Es lohnt sich, sich selbt zu informieren und den eigenen Arzt danach zu fragen.

    • Ina Wolter antwortete am 01.03.2014, 00:52 Uhr

      ja, Candida ist ein heißer Tip, auch weil diese Darmbewohner durch antibiotische Eingriffe Ausbreitungschancen erhalten, weil "gute" Symbionten zurückgedrängt wurden. Und man muss bedenken, dass nicht nur die Besiedlung (Verminderung der intakten Fläche im Darmlumen), sondern insbesondere die Stoffwechselprodukte dieser Hefen Einfluss auf den Körper nehmen: sie bilden aus Frucht- u. anderem Zucker Methyl- oder Fuselalkohole in molekularer Form. Dieser Fusel ist giftig, schädigt Nerven, kann bis hin zu Depressionen und Ängsten führen und die Leberwerte verschlechtern. Der dritte, nicht zu verachtende Effekt ist die Konkurrenz um die Kohlehydrate: der Körper erhält weniger Material zum Aufschließen, Verbrennen oder Speichern. Aber eigentlich kann man gegen die Hefepilze ganz gut was machen, nur muss man es selbst bezahlen, ein aus speziellen Pilzen gewonnener Wirkstoff, der in New York gefunden wurde und daher mit NY anfängt.

  • Georg MichaelisBraun schrieb am 05.03.2014, 13:11 Uhr

    Dr. Spitzbart empfiehlt 1 Miliard.Probiot.Kulturen: summiert pro Tag -erhältlich in Apotheken- zu nehmen. Außerdem Gurke, Michlprodukte-Käse, Quark und Vollkornprodukte zu essen.