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Grundlagenwissen zum Thema Verdauungsprobleme

Als Verdauung oder Digestion bezeichnet man den Aufschluss der Nahrung im Verdauungstrakt mit Hilfe von Verdauungsenzymen. Kommt es zu einer Störung dieses Ablaufs, spricht man von Verdauungsproblemen, Verdauungsstörungen oder Dyspepsie. Hierbei handelt es sich um einen Oberbegriff, der die Ursachen der Beschwerden nicht berücksichtigt.

Sind Verdauungsstörungen immer gefährlich?

Verdauungsprobleme äußern sich vielfältig; beispielsweise durch Sodbrennen, Magenschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Erbrechen oder Durchfall. Sie können von jedem an Verdauung beteiligte Organ wie Magen, Darm, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse ausgehen. Oft sind Verdauungsprobleme harmloser Natur. Sie entstehen ernährungsabhängig oder durch einen ungefährlichen Magen-Darm-Infekt und lassen sich mit Hausmitteln leicht unter Kontrolle bringen. Es kann sich jedoch auch eine ernsthafte Krankheit hinter den Beschwerden verbergen. Als Warnsignal betrachtet man Blut im Stuhl, Gewichtsverlust und starke, kolikartige Schmerzen.

Einige der behandlungsbedürftigen Erkrankungen, die oft Verdauungsstörungen verursachen, sind beispielsweise das Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Magenschleimhautentzündung, Gallensteine und Darmkrebs. Die angemessene Therapie von Verdauungsproblemen hängt immer davon ab, welche Krankheit als ursächlich zu sehen ist. Allgemein wirken eine gesunde Ernährung, leichte Bewegung und Unterstützung der Darmflora beispielsweise durch den Verzehr von probiotischem Joghurt vorbeugend und gesunderhaltend.

Helfen Sie Ihrer Verdauung auf die Sprünge!

  • Essen Sie in Ruhe und kauen Sie jeden Bissen gut durch. So produzieren die Speicheldrüsen genügend Sekret. Die Verdauung beginnt im Mund. Bei hastigem Essen gelangt zu viel blähende Luft in den Darm.
  • Beenden Sie die Mahlzeit, sobald sich das erste Sättigungsgefühl einstellt. Übergroße Mahlzeiten überlasten auf Dauer Ihre Verdauungsorgane.
  • Verzichten Sie weitgehend auf Alkohol, Süßigkeiten und stark kohlensäurehaltige Getränke. Sie fördern Blähungen. Viele Menschen vertragen Kaffee nicht. Steigen Sie in diesem Fall auf schwarzen oder grünen Tee um. Süßes verringert (ebenso wie Fettes) über Reflexwirkungen die Muskelspannung am Mageneingang. Die Folge ist Sodbrennen durch Magensäure, die in die Speiseröhre eindringt.
  • Nach 19 Uhr sollten Sie keine fettigen und allzu üppigen Mahlzeiten mehr zu sich nehmen. Während der Nacht arbeiten Magen und Darm auf Sparflamme. Auch sie verdienen eine Erholung.
  • Essen Sie lieber fünfmal täglich etwas Leichtes (Salat, Obst, Gemüse) als dreimal am Tag eine große Portion. Verzichten Sie nicht auf das Frühstück. Es ist wichtig, um die Verdauungstätigkeit für den Tag anzuregen.
  • Machen Sie nach größeren Mahlzeiten einen kleinen Verdauungsspaziergang. Die Bewegung des Körpers fördert die Motilität von Magen und Darm.
  • Ernähren Sie sich nicht zu einseitig. Magen und Darm wünschen sich Abwechslung. Warum nicht einmal Reis oder Couscous statt Nudeln und leckere Gemüsebratlinge statt Schweinesteak?
© freshidea - Fotolia

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