Venen: Venenschwäche
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Schwache Venen haben böse Folgen:
Besenreiser (Varikosis)
Diese leichteste Form der Venenerkrankung erinnert an kleine Reisigbesen, daher auch der Name. Besenreiser sind durch die Haut sichtbar und schimmern blaurötlich. Betroffen sind kleinste, unter der Haut verlaufende Venen. Aber Vorsicht: Hinter Besenreisern kann sich ein schwereres Venenleiden verbergen. Der Weg zu einem Facharzt für Venenerkrankungen (Phlebologen) ist in jedem Fall ratsam.
Oberflächliche Krampfadern (Varizen)
Wenn an der Hautoberfläche geschlängelte Venen erscheinen, spricht man von Krampfadern. Das Blut fließt hier langsamer, an einigen Stellen staut es sich, und es entstehen venöse Schwellungen (Ödeme). Besonders am Abend schwellen die Beine an und werden schwer. Krampfadern sind ein Zeichen für schwache Venenwände. Diese sind sehr anfällig für schmerzhafte Venenentzündungen.
Thrombose
Bei fortgeschrittenen Krampfadern oder Venenentzündungen entwickelt sich häufig eine Thrombose. Die Venen sind mit Blutgerinnseln verstopft und werden dadurch nochmals geschwächt. Eine Thrombose sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Blutgerinnsel können sich ablösen und über das Herz in die Lunge gelangen. Man spricht dann von einer Embolie.
Ulcus cruris (offenes Bein)
Staut sich das Blut über längere Zeit in den Venen, übt es einen permanenten Druck auf das umliegende Gewebe aus. Es wird nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Die Folge: Das Bein schmerzt, schwillt immer mehr an und bricht schließlich auf. Diese schwere Venenerkrankung ist sehr schmerzhaft. Es besteht eine hohe Infektionsgefahr
Schwache Beinvenen sind meist genetisch bedingt. Ob daraus bei Ihnen eine Erkrankung entsteht, hängt von mehreren Umständen ab. Frauen sind doppelt so stark gefährdet wie Männer – vor allem in der Schwangerschaft. Auch mit steigendem Alter nimmt das Risiko zu. Besonders gefährdet sind darüber hinaus Menschen, die einen stehenden oder sitzenden Beruf ausüben, wie beispielsweise Friseure, Verkäufer oder Schreibkräfte.
Es gibt aber auch Risikofaktoren, die Sie selbst beeinflussen können. Dazu zählen Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Empfängnisverhütung durch die Pille oder zu enge Schuhe beziehungsweise zu hohe Absätze.