Venen: Leisten Schwerstarbeit
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Das Blut wird vom Herzen über die Schlagadern (Arterien) in alle Körperteile transportiert. Über die Venen gelangt es wieder zurück. Insbesondere die Beinvenen leisten dabei harte Arbeit. Sie müssen die Schwerkraft überwinden, damit das Blut nach oben steigt. Um dies zu ermöglichen, verfügt das Venensystem über drei „Pumpen“:
Die Muskelpumpe hilft Venen, die zwischen zwei Muskeln liegen. Spannen sich die Muskeln an, wird das Blut zum Herz hinauf gepresst. Sind sie entspannt, kann weiteres Blut von unten nachfließen.
Die Zwerchfellpumpe sorgt für einen Unterdruck im Bauchraum. Er entsteht beim Ausatmen und saugt das Blut aus den Beinen an.
Die Arterienpumpe nutzt die Pulswellen der Arterien. Das Blut wird durch die rhythmischen Bewegungen zum Herzen gepresst.
Die Pumpen arbeiten in rhythmischen Abständen – also mit kleinen Pausen. Damit das venöse Blut nicht wieder in die Beine fließt, haben die Venen ein spezielles Rückhaltesystem – die Venenklappen. Sie funktionieren wie ein Rückflussventil. Sobald Blut in Richtung Herz transportiert wird, öffnen sie sich. Lässt der Druck nach oben nach, klappen sie einfach zu. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn die Venenklappen richtig schließen. Ist dies nicht der Fall, zum Beispiel bei Krampfadern, kann Blut zurück fließen und versackt in den Beinen.
Das gestaute Blut weitet den entsprechenden Gefäßabschnitt aus. Jetzt können auch dort die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Ein Teufelskreis beginnt, denn dieses Spiel setzt sich im nächsten Venenabschnitt fort. Wenn Sie nichts gegen den gestörten venösen Rückfluss unternehmen, müssen Sie mit chronischen Venenerkrankungen rechnen.