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So schützen Sie sich vor der Tuberkulose

Jährlich erkranken weltweit 8,8 Millionen Menschen neu an der Tuberkulose.

An den Folgen sterben jedes Jahr 1,6 Millionen Menschen. Die WHO schätzt, dass etwa ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Tuberkuloseerreger infiziert, d.h. angesteckt ist, ohne dass die Erkrankung akut ausbricht.

Diese Infektionskrankheit schien seit dem Siegeszug der Antibiotika und den verbesserten Lebensverhältnissen nach Beginn des Industriezeitalters für lange Zeit ihren Schrecken verloren zu haben. Jetzt flammt sie wieder auf.

Das Bedenkliche ist: Es entwickeln sich Tuberkelbakterien, gegen die die meisten Medikamente nichts ausrichten können.

Die Erreger schlagen den Medizinern ein Schnippchen: Sie sind resistent geworden. Die WHO hatte das Ziel, die Tuberkulose bis zum Jahr 2050 weltweit auszurotten: Das wird nicht gelingen.

Was ist die Tuberkulose?

Diese Krankheit wird durch ein Bakterium hervorgerufen, das durch Tröpfcheninfektion übertragen wird.

Das bedeutet, dass die Erreger, die durch Niesen oder Husten und auch beim Sprechen von einem Infizierten vorher „in die Luft“ ausgestoßen wurden, mit der Atemluft aufgenommen werden.

Eine gute Nachricht: Nur 10 Prozent der Angesteckten, sprich der Infizierten, entwickeln eine aktive Tuberkulose. Das geschieht immer dann, wenn das Immunsystem des Betroffenen geschwächt ist (z. B. durch eine andere Erkrankung oder eine Mangelernährung). Dann bricht die Krankheit aus.

Das ist die Gefahr: Ein Infizierter steckt pro Jahr zehn bis 15 weitere Menschen an. So können Sie sich die rasche weltweite Ausbreitung erklären.

Nicht nur die Lunge erkrankt

Meist ist die Lunge befallen, grundsätzlich können aber alle Organe an der Tuberkulose erkranken, so z. B. auch die Nieren, die Hirnhäute, die Lymphknoten und das Rückenmark.

In den betroffenen Organen löst das Bakterium einen entzündlichen Prozess aus. Kommt es zu mehreren Entzündungsherden, geht schließlich das ganze Organ zugrunde.

Deshalb hatte die Tuberkulose früher auch den Beinamen „Schwindsucht“. Unbehandelt, schreitet die Krankheit immer weiter fort und führt nach zwei bis fünf Jahren zum Tod.

Behandlung bringt Heilung – bisher!

In Deutschland konnten bisher 80 Prozent aller Tuberkulosepatienten mit einem Antibiotika-Therapieschema, bestehend aus zwei Medikamenten im Rahmen einer sechs- bis achtmonatigen Behandlung, geheilt werden.

Dies gelang relativ unspektakulär. Im Jahr 2005 sind in Deutschland „nur“ 188 Menschen an einer Tuberkulose gestorben.

Kann Sie eine Impfung schützen?

Eine Impfung gegen Tuberkulose ist möglich, sie gewährt aber keinen sicheren Schutz.

Infrage kam sie bisher für bestimmte Risikogruppen: Pflegepersonal von Tuberkulosekranken, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Personen, die im Gesundheitsdienst arbeiten, oder bei Reisenden in Länder mit einer hohen Tuberkulosedurchseuchung.

Heute wird diese Impfung von der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes gar nicht mehr empfohlen, da die eingeschränkte Wirksamkeit nicht die Impfkomplikationen aufwiegen kann.

Solche Nebenwirkungen der Impfung können sein: Abszesse an der Impfstelle, Lymphknotenschwellungen und -vereiterungen, Knochen- und Knochenmarksentzündungen sowie Hirnhautentzündungen.

So können Sie sich schützen

Eine Impfung wird Ihnen wahrscheinlich nicht wirklich weiterhelfen können. Hier müssen die Wissenschaftler zunächst wirkungsvollere Impfstoffe entwickeln. D

och Ihre Lebensbedingungen in Deutschland sind so gut, dass Sie nicht an einer Tuberkulose erkranken müssen, wenn Sie die folgenden einfachen Hinweise beachten.

So verhalten Sie sich, um Tuberkolose vorzubeugen:

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit wissentlich erkrankten Personen und den Aufenthalt in gefährdeten Gebieten.
  • Bleiben Sie großen Menschenansammlungen fern, insbesondere in der kalten Jahreszeit. Hier fühlen sich alle möglichen Erreger sehr wohl, auch das Tuberkelbakterium.
  • Unterstützen Sie die Funktionsfähigkeit Ihres Immunsystems durch eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Dann wird Ihr Körper bei einer Ansteckung mit dem Erreger „fertig“, ohne dass die Krankheit ausbricht und Sie akut daran erkranken. Eine hohe Rate an Tuberkulosekranken ist ein Indikator für die Armut eines Volkes und für seine Mangelernährung.
  • Treiben Sie Sport, halten Sie sich fit, leben Sie aktiv.
  • Kennen Sie jemanden im näheren Bekannten- oder Familienkreis, der angesteckt ist, sollten Sie auf eine konsequente Behandlung notfalls unter Isolierung drängen.
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Alte Kommentare
  • Roland Haderer schrieb am 07.03.2010, 19:10 Uhr

    Sie sagen Armut sei Voraussetzung für Tuberkolose und damit für viele Todesfälle. So wissen wir also, wofür die CO2-Reduzierung nützen soll. Zur Verarmung und damit zur Ausrottung großer Teile des Menschheit. Die Urheber dieser Politik sind die Rockefellers, Prinz Philip, Al Gore und Angela Merkel. Zum Glück wurde diese Politik in Kopenhagen erst einmal gestoppt. Aber der Kampf geht weiter. Lassen wir uns von diesn Leuten nicht in die Irre führen!