Tollwut: Was tun bei eventueller Ansteckung?
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Da Tollwut so gefährlich ist, ist es entscheidend, nach dem Kontakt mit einem potenziell infizierten Tier die richtigen Schritte einzuleiten. Reinigen Sie die Wunde oder Kontaktstelle gründlich mit Wasser und Seife. Suchen Sie so schnell wie möglich ärztliche Hilfe. Wenn Sie von einem wilden Tier gebissen worden sind, versuchen Sie, das Tier zu fangen – falls dies gefahrlos möglich ist – , damit es auf Tollwut getestet werden kann. Bei einem solchen Test wird das Tier getötet und sein Gehirngewebe untersucht.
Im Fall eines grundlosen Bisses durch ein Haustier (Hund, Katze o. ä.) – vor allem, wenn es krank aussieht – sollte das Tier für etwa 10 Tage in Quarantäne und von einem Tierarzt auf Anzeichen von Tollwut untersucht werden. Wenn ein Haustier zu dem Biss provoziert wurde und zu diesem Zeitpunkt gesund wirkte, kann der Halter es selbst für 10 Tage einsperren und beobachten. Falls das Tier während dieser Zeit krank wird, konsultieren Sie einen Tierarzt. Ziehen Sie bei grundlosen Bissen durch ein wildes Tier immer eine Infektion mit Tollwut als Möglichkeit in Betracht.
Besonders beachten sollte man Fledermäuse, weil sie sehr kleine Zähne haben, die nicht immer sichtbare Bissspuren hinterlassen. Wenn Sie also morgens eine Fledermaus in Ihrem Zimmer oder im Zimmer eines unbeaufsichtigten Kindes finden, rechnen Sie damit, dass ein Kontakt stattgefunden haben könnte, und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Versuchen Sie, die Fledermaus zu fangen, um sie testen zu lassen.
Wenn die Ansteckung mit Tollwut als Möglichkeit in Betracht kommt, muss die Behandlung für Sie und alle, die mit dem Tier in Kontakt waren, unmittelbar beginnen. Diese als „Post-Expositions- Prophylaxe“ bezeichnete Behandlung besteht aus einer Dosis Tollwut-Immunglobulin und 5 Dosen Tollwut-Impfstoff über einen Zeitraum von 28 Tagen hinweg. Als postexpositionelle Prophylaxe bezeichnet man allgemein eine medikamentöse Behandlung nach möglichem Kontakt mit den Erregern einer potenziell gesundheitsgefährdenden Erkrankung, um ihren Ausbruch zu verhindern.
Diese Injektionen sind nicht mehr so schmerzhaft wie früher und wirken sehr effektiv. Der Impfschutz ist sehr zuverlässig. Bei keinem Patienten in den USA, der mit dem Erreger in Kontakt gekommen ist, und eine unmittelbare und angemessene Behandlung erfahren hat, ist die Tollwut ausgebrochen. Und jährlich erhalten über 35.000 Menschen in den USA diese Behandlung.
Gehen Sie kein Risiko ein
Geeignete Vorsorge und das Wissen, was im Fall eines Kontaktes mit dem Erreger zu tun ist, kann Ihr Risiko, an Tollwut zu erkranken, minimieren. Wenn Sie die Befürchtung haben, mit infizierten Tieren in Kontakt gewesen zu sein, holen Sie sich möglichst umgehend Rat bei Ihrem Arzt oder dem Gesundheitsamt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von franzii (23.04. 2012 13:18 Uhr):
ich wurde am samstag beim reiten ins schienbein gebissen musste dann ins krankenhaus sofort war die frage wegen tollwut wir fragten die besitzerin dieses ponys ob es gegen tollwut geimpft ist ich hatte glück das pony das kasper heißt :D ist geimpft
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