Tollwut: Lassen Sie Ihr Haustier impfen
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Tollwut ist eine tödlich verlaufende Infektion des zentralen Nervensystems. Sie wird durch den Speichel tollwütiger Tiere übertragen.
Tollwut bei Menschen und Haustieren kommt heute nur selten vor. Nach Auskunft der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen sowie der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung in Bonn haben sich durch groß angelegte Tollwutimpfungen die Tollwutfälle in Deutschland in den letzten Jahren auf null reduziert. Das gilt alle von der Tollwut betroffenen Wildbestände, vor allem aber für den Fuchs.
Während 1984 im Bezirk Arnsberg zum Beispiel noch 327 Tollwutfälle bei Füchsen gemeldet wurden, sank 1989 die Zahl der infizierten Füchse auf 20. Im Zeitraum vom 1. April 1991 bis zum 30. März 1992 wurde in Nordrhein-Westfalen kein Tollwutfall registriert.
Dennoch ist es nicht völlig auszuschließen, daß infizierte Füchse aus anderen Gebieten einwandern.
Weil Ihre Haustiere mit wildlebenden Tieren in Kontakt kommen können, müssen sie geimpft werden, um sich vor Ansteckung und Krankheitsübertragung auf Sie zu schützen.
Wenn Sie durch ein Haustier oder ein wildlebendes Tier gebissen werden, sollten Sie Ihre Wunde sofort mit Wasser und Seife gründlich waschen und danach einen Arzt aufsuchen. Wenn Ihr Hausarzt oder das Gesundheitsamt feststellt, daß Tollwut nicht auszuschließen ist, müssen Sie sich mehrere Spritzen geben lassen, die übrigens bei weitem nicht mehr so schmerzhaft sind wie früher.